Kirche Wernesgrün erhält Kur

Der Turm ist eingerüstet, diese Woche rücken die Handwerker an. Die bringen die Fassade der Dorfkirche auf Vordermann.

Wernesgrün.

Eigentlich wollte die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Rothenkirchen/Wernesgrün schon weiter sein: Als vor fünf Jahren die Bergseite der Wernesgrüner Kirche saniert worden war, sollte die Fassade der Hofseite zeitnah folgen. Doch dann dauerte es länger; ein erster Antrag auf Fördermittel wurde abgelehnt, erinnert sich Steffen Wolf vom Kirchenvorstand. Diesen Sommer kann der 2. Bauabschnitt in Angriff genommen werden. "Die Finanzierung ist dank Fördergeld aus dem Leader-Programm gesichert", berichtetet Planer Bernd Schürer, der die Bauarbeiten betreut.

Die Kosten für die Sanierung von Kirchturm und Fassade des Bethauses werden auf 118.000 Euro veranschlagt. Die Hälfte sind Leader-Fördermittel, die anderen 59.000 Euro teilen sich Landeskirche (zwei Drittel) und Kirchgemeinde (ein Drittel). Vom Geld werden Fassadenreparatur, Blitzschutz und diverse Holzarbeiten finanziert. "Turmhaube und Dachschiefer sind in einem guten Zustand", hofft der Planer, mit dem Budget auszukommen.

Der gute bauliche Zustand ist auch das Verdienst von Helfern wie Florian Heller, die Hand anlegen, wenn kleine Reparaturen erforderlich sind, lobt Pfarrer Alexander Felchle den Einsatz der Wernesgrüner für ihre Dorfkirche.

Die werden ihre Kirche in wenigen Wochen mit neuem Fassadenanstrich erleben. "Die Wahl fiel auf Altweiß - zwischen dem jetzigen Farbton und einem mehr ins ockerfarbene", zeigt Schürer auf Farbmuster an der Fassade. Mit der Sanierung ist die Hülle der Dorfkirche in Schuss. Weitere Sanierungsschritte, etwa für zeitgemäße Sanitärräume, seien wünschenswert, aber zurzeit nicht finanzierbar, so der Pfarrer.


Von der Schule zum Gotteshaus

Die Kirche zu Wernesgrün befindet sich in der früheren Schule des Dorfes, die 1774 im rechten Gebäudeteil eingerichtet wurde.

In den Jahren 1843/44 erfolgte der Anbau eines Bethauses, das 1932 um den 17 Meter hohen Kirchturm mit seiner charakteristischen Zwiebelhaube ergänzt wurde.

1992 bis 1994 erfolgten an und in der Kirche umfangreiche Sanierungsarbeiten.

2014/15 wurde die bergseitige Fassade der Kirche saniert.

Die Kirche verfügt seit 1846 über eine Jehmlich-Orgel, die 1932 erneuert wurde und zurzeit repariert wird. (how)

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