Ausgelacht: Wer hat Angst vor Lisa Eckhart?

Als das Kabarett wegen Corona pausierte, schlugen Empörungswellen gegen einige seiner Protagonisten hoch. Lisa Eckhart ist nach Rassismusvorwürfen inzwischen bekannter als durch Bühnenpreise, die sie über Jahre gewonnen hat. Ist das gerecht?

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1111 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    1
    Haju
    24.08.2020

    Ja, schwarzer Humor hat es sehr schwer - wer wüßte das besser als ich:
    Ich bin multikulturell: mal ernsthaft und dann wieder der satirische Aktionskommentator. -

    Neben Imre Kertesz wäre auch "Das Leben ist schön" von Roberto Benigni (FSK6) zu nennen.

  • 7
    2
    vonVorn
    23.08.2020

    Dogmatiker haben Angst vor Ihr.

  • 12
    2
    Zeitungss
    23.08.2020

    @Hankmann: Vollkommen richtig. Wer solche Veranstaltungen nicht verstehen will, kann oder darf, sollte sie meiden. Es muss für manchen Zeitgenossen furchtbar sein, wenn man den Spiegel vorgehalten bekommt, wer freut sich schon über versteckte Kritik. Diese Frau ist nicht nur für mich eine absolute Bereicherung, wie viele österreichische Kabarettisten.

  • 6
    6
    cn3boj00
    22.08.2020

    Wer Angst vor Künstlern hat hat kein reines Gewissen. Und ein schöner Artikel von Hr. Schilder. Vor allem den Vergleich mit Oberlehrer Nuhr finde ich sehr gelungen.

  • 10
    4
    franzudo2013
    22.08.2020

    Es ist eine Ehre für Sachsen, dass sich Lisa Eckhart für Leipzig als Wohnsitz entschieden hat.
    Hamburg ist zwar Partnerstadt von Dresden, aber wer will da schon hin.

  • 29
    8
    mops0106
    22.08.2020

    Frau Eckhart lässt sich von niemandem vereinnahmen und ist sprachlich virtuos. Sie tut weh. Das ist Kabarett.

  • 29
    7
    Hankman
    22.08.2020

    Ja, Lisa Eckhart ist eine Zumutung - für alle, die alles wörtlich nehmen und denen das Decodieren des Doppelsinns misslingt. Ich oute mich als Fan. Bei ihren Auftritten kriegt das Publikum verbal auf die Fresse, oft ohne das zu begreifen. Eckharts Kunstfigur betet Vorurteile vor, Menschenverachtendes, ja Rassistisches - und stellt dabei die Träger dieses Gedankengutes bloß. Nun kann es sein, dass Rassisten und Menschenverächter Eckhart mögen, weil sie diese Dinge ausspricht. Nur merken sie meist nicht, dass sie dabei selbst das Ziel des Spotts und der Kritik sind. Sie erkennen den doppelten Boden, den Abgrund nicht. Aber das ist ein häufiges Problem der Satire. Besonders in Deutschland, wie schon Tucholsky wusste. Man nimmt wörtlich.

    An drei Stellen möchte ich Widerspruch anmelden. Das deutsche Kabarett hat mehr zu bieten als Abende wie jenen, den Tenenbom erlebt und bekrittelt hat. Zudem: Es gibt noch viel mehr Kabarett und Satire jenseits von Dieter Nuhr und seinen Gästen. Nicht alle sieht man im TV. Und zu guter Letzt würde ich nicht so nonchalant über Dieter Hildebrandt hinwegbügeln. Der war einfach genial und nicht nur für eine bestimmte Zielgruppe eine Instanz. Man findet diese Art, Kabarett zu machen, auch heute noch. Und sie hat auch heute ihr Publikum.

  • 40
    10
    Lesemuffel
    22.08.2020

    Man fürchtete Kritiker, die Lisa für eine Rassist in halten. Und diesen Typen wird das Feld überlassen!? Was für ein armseliger Kulturbetrieb hat das einstige, weltoffene Kulturland heimgesucht! Und da wird in diesem verklemmten Land erwartet, dass eine deutsche Stadt Kulturhauptstadt Europas werden soll?

  • 21
    10
    mops0106
    22.08.2020

    Auf den Auftritt von Frau Eckhart in der Stadthalle in Chemnitz im Oktober giere ich schon.

  • 36
    5
    Dickkopf100
    22.08.2020

    Lisa Eckhart, für mich eine der Besten Politkabarettistinnen im "Deutschsprachigen Raum ". Keine Frage, man muss diese Form von Humor mögen und, vor Allem, verstehen. Wer das kann und will, wird diese Frau lieben. Sie spricht Dinge an, die wir kennen und vielleicht anders wahrnehmen, weil es für uns schon selbstverständlich ist. So wie sie darüber spricht, kann man vielleicht etwas rein interpretieren. Muss man aber nicht... Das ist der Sinn der Satire. Und auf die "Political Correctness", wie sie im wahren Leben immer und Gebetsmühlenartig gefordert wird, kann man in der Satire auch gerne mal verzichten.
    Wenn Lisa Eckhart auf die Bühne tritt, dann "spielt" sie ein Programm. Ein Programm, das nicht Jedem gefallen muss. Mir gefällt's, gern mehr davon...

  • 25
    6
    OlafF
    22.08.2020

    Nach dem Hick-Hack mit den Hamburger Salon-Löwen überzeugt mich diese Meisterin des "Unsagbaren" um so mehr, aber dieser Wiener Dialekt, fast schlimmer als unserer. Ich frag mich nur, woher weiß diese "dreiste Person" so viel über das Leben, Studium, Bücher? Oder ist ihre Großmutter mitschuldig daran?

    https://www.deutschlandfunk.de/die-kabarettistin-lisa-eckhart-humor-ist-naturgegeben.827.de.html?dram:article_id=478302