Bedeutende Dauerleihgabe für Dresdner Kupferstich-Kabinett

Dresden (dpa) - Das Kupferstich-Kabinett Dresden hat eine bedeutende Hamburger Privatsammlung als unbefristete Dauerleihgabe erhalten. Sie umfasst 255 Zeichnungen, Grafiken und Aquarelle von Otto Dix, Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel aus den 1910er bis späten 1960er Jahren, die in einer Stiftung zusammengeführt wurden, wie die Staatlichen Kunstsammlungen am Mittwoch mitteilten. Sie soll am Gründungsort der Künstlergemeinschaft «Brücke» und der langjährigen Wirkungsstätte von Dix öffentlich zugänglich gemacht werden.

«Die Arbeiten ergänzen in hervorragender Weise unseren Bestand an Werken des Expressionismus», freute sich Museumsdirektorin Stephanie Buck. Sie zeugten auch von der Entwicklung der Künstler und deren oft weniger im Fokus stehendem späteren Schaffen. Mit Blick auf die großen Verluste in der Nazizeit sei die Kollektion eine wichtige Ergänzung. Dazu gehören auch zwei Selbstbildnisse von Dix, späte Aquarelle von Schmidt-Rottluff und mit einer frühen Zeichnung von Otto Müller auch eine besondere Rarität.

Dazu kommen 14 Arbeiten des Hamburger Zeichners Horst Janssen (1929-1995), dessen Zahn- und Hausarzt Kurt Schulze war. Der gebürtige Berliner pflegte enge Freundschaften mit den Künstlern, die seine Leidenschaft an Kunst weckten und deren Werke er sammelte.

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