Brunetti erneut voll in seinem Element

Donna Leon gehört wohl zu den wenigen Autoren, die das dürfen und damit auch noch Erfolg haben: Einen Krimi schreiben, der auf den ersten 200 von 300 Seiten fast vollständig auf jede Art von Spannung verzichtet, bevor (endlich) ein Mord geschieht, den Commissario Brunetti dann in gewohnter Manier (immerhin zum 28. Mal) mit ebenso viel lebensnaher Nonchalance wie geistreicher Cleverness lösen kann. Soll heißen: Mit "Ein Sohn ist uns gegeben" bleibt sich die amerikanische Schriftstellerin treu, lässt alle Protagonisten ihren Charme versprühen und liefert das unverzichtbare Maß an italienischer Lebenskultur.

Sein Schwiegervater bittet Brunetti um (inoffizielle) Hilfe, weil ein ihm nahestehender Kunsthändler beschlossen hat, im hohen Alter einen jungen Mann zu adoptieren, der es vermutlich nur auf das Erbe abgesehen hat. Plötzlich stirbt der reiche Greis eines natürlichen Todes, und der Commissario hat es plötzlich eilig, die Hintergründe zu erforschen, als eine alte Freundin des Verstorbenen ermordet wird. old

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