Chemnitz: Ausstellung von Videokünstler Pfeifer vorgezogen

Chemnitz (dpa/sn) - Die Kunstsammlungen Chemnitz reagieren mit einer vorgezogenen Schau des Dresdner Videokünstlers Mario Pfeifer auf die aktuelle Entwicklung in Chemnitz und Sachsen im Spannungsfeld von Migration und Fremdenfeindlichkeit. Bereits von Mittwoch an sind «Again / Noch einmal» und das Werk «Über Angst und Bildung» bis zum 6. Januar in einer Sonderausstellung zu sehen. Die Schau war ursprünglich erst für das kommende Frühjahr geplant.

«Again / Noch einmal» ist erstmals in einer Ausstellung zu sehen. Die Videoarbeit mit den bekannten Darstellern Dennenesch Zoudé und Mark Waschke wurde für die Berlin Biennale produziert. Dabei wird der Fall eines Asylbewerbers aufgegriffen, der im ostsächsischen Arnsdorf von vier Männern an einen Baum gefesselt wurde, nachdem es in einem Supermarkt zu einer Auseinandersetzung gekommen war.

Das Gericht hatte den Prozess wegen der Geringfügigkeit der zu erwartenden Strafen eingestellt. «Pfeifer rekonstruiert mithilfe von investigativen Journalisten den Vorfall und lädt zehn Bürgerinnen und Bürger mit unterschiedlichen Flucht- und Migrationserfahrungen ein, der Rekonstruktion beizuwohnen und anschließend ihre Sicht auf den Vorfall zu erläutern», teilten die Kunstsammlungen mit.

Die neunstündige Videoarbeit «Über Angst und Bildung» geht der Frage nach, woher welche Einstellungen kommen könnten. Ausgangspunkt dabei sind die Pegida-Demonstrationen in Dresden.

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