Das falsche Vorbild?

Herausgeber Karl-Heinz Büchner über Martin Luthers Antisemitismus und theologische Wurzeln dieses Hasses

7Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Interessierte
    21.03.2017

    Dass Martin Luther sich oft antisemitisch geäußert hat, ist kein Geheimnis ...
    In seinem Buch "Von den Juden und ihren Lügen" fordert er ´von der Synagogenverbrennung über der Todesstrafe für lehrende Rabbiner bis zur Enteignung und Zwangsarbeit ...
    ( was wird er denn da für Gründe gehabt haben , wo er doch so ein kluger Mann gewesen ist und heute so teuer gefeiert wird ...

  • 2
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    aussaugerges
    06.01.2017

    Wie hat Luther gesagt;
    Da laufen die 100te Kilometer um einen ,,,toten Hund Anzubeter'''

    Und ich sage dabei lassen sie sehr viel Geld.

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    awq
    02.05.2016

    @BerndKammermeier, die "Kritik" am Alibriverlag werte ich als Indiz dafür, dass es offenbar tatsächlich schwierig ist, seinen Ärger über die Übersetzung eines widerlichen Originaltextes zum Ausdruck zu bringen, denn nicht die Neuauflage und Übersetzung, sondern der Text ist es, der Kritik verdient, und den haben Sie sich ja nicht ausgedacht.

    Mein Beitrag zur Aufklärung über die anderen Seiten des Reformators : http://www.martin-luther-2017.de

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    BerndKammermeier
    01.05.2016

    @ Argusauge: "Ihre Reaktion ist bezeichnend."

    Selbstverständlich ist sie das.

    ""Sine ira et studio" eines Historikers fehlt ebenso wie die zeitliche und kontextuale Einbettung."

    Warum sollte dies wichtig sein? Brennende Synagogen oder Lagerhaltung und Zwangsarbeit für Menschen (Luthers Forderungen an die Obrigkeit) bedeuteten zu allen Zeiten immer das gleiche: brennende Gebäude, Gefangennahme und Knechtung Unschuldiger. In welchem Kontext sollte das entschuldbar sein?

    Zorn hat uns übrigens nicht angetrieben, eher Fassungslosigkeit. Aber eifrig waren wir schon, den Luther möglichst präzise zu übertragen.

    "Kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen Antijudaismus und dem modernen Begriff des Antisemitismus, den Sie ständig ins Feld führen?"

    Ich verweise hier auf meinen Bericht "Warum Martin Luther ein Antisemit ist!" beim hpd: http://hpd.de/artikel/warum-martin-luther-antisemit-12990

    "Ahistorische Betrachtungsweise."

    Luther einen Antijudaisten zu nennen, ist eine verharmlosende Betrachtungsweise. Seine Begründung war sowohl theologisch, als auch rassistisch - beides (Gottesglaube und Rassismus/Intoleranz) nach neueren neurologischen Studien (Keise Izuma, Oxford University Press, 2015) im gleichen Gehirnareal (pMFC) angesiedelt.

    "Ihr vorletzter Satz zeugt hingegen von Ihrem Ziel - das kann ich mit meinem bisschen Verstand dann doch ganz gut erkennen."

    Warum machen Sie sich so klein? Wäre ich bei Ihnen von ein "bisschen Verstand" ausgegangen, hätte ich nicht an selbigen appelliert. Enttäuschen Sie mich bitte nicht.

    Selbstverständlich geht es um Aufklärung der Bevölkerung. Demnächst werden die restlichen judenfeindlichen Bücher und Schriften Luthers erscheinen, damit klar wird, dass dieser Mann mindestens in seinem letzten Lebensdrittel ein widerlicher Judenhasser war.

    Aber das alles wird seine unerschütterlichen Anhänger nicht vom rechten Pfad abbringen. Schauen wir mal, was 2017 noch so alles passiert...

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    Argusauge
    01.05.2016

    Vielen Dank für Ihre Erklärung bzgl. des Argus. Hätte ich nicht gedacht bei der Namensauswahl :-P.

    Ihre Reaktion ist bezeichnend.
    "Sine ira et studio" eines Historikers fehlt ebenso wie die zeitliche und kontextuale Einbettung.
    Kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen Antijudaismus und dem modernen Begriff des Antisemitismus, den Sie ständig ins Feld führen?

    Ahistorische Betrachtungsweise.
    Ihr vorletzter Satz zeugt hingegen von Ihrem Ziel - das kann ich mit meinem bisschen Verstand dann doch ganz gut erkennen.

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    BerndKammermeier
    30.04.2016

    @ Argusauge

    Wikipedia: "Argusaugen - Etwas mit Argusaugen beobachten bedeutet: etwas unaufhörlich und unermüdlich zu beobachten, etwas nicht aus den Augen zu lassen. Eine Redensart aus der griechischen Mythologie: [...] Argus hatte hundert Augen, von denen jeweils ein Teil schlief, während der Rest wachte."

    Wenn Sie sich schon so nennen, dann sollten Sie auch alle ihre Augen nutzen. Und Ihren Verstand! Ich bin einer der Mitherausgeber von Luthers antisemitischer Hetzschrift, nicht der Autor - das war Luther selbst.

    Der Alibri-Verlag ist einer der wenigen Verlage in Deutschland, die sich an derart brisante Bücher wagen. Ihm gebührt Anerkennung, weil Aufklärung immer ein wichtiges Anliegen ist. Falsche Ideologien haben noch viel zu viel Macht in Deutschland.

    "Ganz dünn, dass keinerlei Hinweis auf Autoren oder Verlag (Alibri) erfolgt und damit das Ganze quasi zu einer etablierten Meinung stilisiert wird."

    Eine Meinung? Sie können gerne jede Meinung zu Luther haben. An den Fakten ändert dies nichts.

    "Einer radikalen Randspektrumsmeinung ein derartiges Podium zu bieten, naja ...
    Passt ins Bild."

    Wer von uns vier Herausgebern hat eine "radikale Randspektrumsmeinung"? Zumal - Sie werden es sicher noch nicht bemerkt haben - in dem Buch "Von den Juden und ihren Lügen" ausschließlich Luther zu Wort kommt. Wir haben uns bewusst mit Kommentaren zurückgehalten und lediglich heute unbekannte Begriffe oder Personen erläutert. Ein Kommentar könnte in der Tat eine "Randspektrumsmeinung" sein, die Sie dann sicher vehement zurückweisen würden.

    Doch wenn Sie den Text des Buches abscheulich finden, dann weisen Sie nur Luther zurück. Und das ist auch gut so! Antisemiten sollten im Land des Holocaust nie mehr gefeiert werden.

    "Es wäre besser gewesen, einen fundierten Kirchenhistoriker dazu zu interviewen."

    Und was würde der an Luthers Text verändern? Soll er ihn schönreden? Umschreiben?

    "Das hier ist Propaganda."

    Ja, Luthers grausame antisemitische Propaganda. Wir klären die Bevölkerung lediglich darüber auf, wer hier für viele Steuermillionen - gerade vom Land Sachsen - gefeiert wird. Soll sich jeder sein eigenes Urteil bilden.

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    Argusauge
    29.04.2016

    Ganz dünn, dass keinerlei Hinweis auf Autoren oder Verlag (Alibri) erfolgt und damit das Ganze quasi zu einer etablierten Meinung stilisiert wird.
    Einer radikalen Randspektrumsmeinung ein derartiges Podium zu bieten, naja ...
    Passt ins Bild.

    Zitat Wikipedia:
    "Der Alibri Verlag ging aus dem IBDK, dem Internationalen Bücherdienst der Konfessionslosen, hervor, der zunächst nur das Magazin MIZ-Materialien und Informationen zur Zeit herausgab und 1984 zum IBDK Verlag + Vertrieb erweitert wurde. Damit wollte man an die Produktion des Szczesny-Verlages anschließen, der 1967 seine Tätigkeit eingestellt hatte. Im April 1994 wurde der Name Alibri angenommen und als Verlag in die neu gegründete Assoziation Linker Verlage (?ALiVe?) integriert, die einen Zusammenschluss kleinerer linker Verlage darstellt und seit 1997 auch eine gemeinsame Verlagsauslieferung hat. Nachdem 1996 der erste Titel bei Alibri erschienen war, startete 1998 ein größeres Programm.

    Geschäftsführer ist der Literaturwissenschaftler Gunnar Schedel (* 1964 in Aschaffenburg). Schedel ist säkularer Humanist und engagiert sich unter anderem für die Straffreiheit der Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen.

    Alibri versteht sich als explizit säkularer Verlag und deckt mit seinem Programm das breiteste Themenspektrum der zu dieser Szene zu rechnenden Verlage ab. Es reicht von Religions- und Kirchenkritik bis zur kritischen Auseinandersetzung mit Esoterik."

    Es wäre besser gewesen, einen fundierten Kirchenhistoriker dazu zu interviewen. Das hier ist Propaganda.



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