«Die Zukunft ist kein Ponyhof»: 65 Jahre Kabarett Distel

Berlin (dpa) - Mit dem Programm «Die Zukunft ist kein Ponyhof» startet das Berliner Kabarett Distel am 2. Oktober seine «Jubiläumsfesttage» zum 65-jährigen Bestehen. «Der Irrwitz in Politik und Gesellschaft lässt das Kabarett zu keiner Zeit alt aussehen», kommentieren die Theatermacher den runden Geburtstag des einstigen DDR-Vorzeige-Kabaretts an der Friedrichstraße. Neben Gastspielen der Leipziger Academixer und der Münchner Lach- und Schießgesellschaft bringt die Distel mit «Odyssee im Hohlraum» am 13. Oktober dann ihr großes Jubiläumsprogramm auf die Bühne.

«Das Stück spielt in einem Callcenter - einem Ort, in dem sich die Unzufriedenheit mit der Welt bündelt», kündigte Autor Thomas Lienenlüke am Dienstag an. Alles ändert sich, als die Callcenter-Mitarbeiter in einem Hohlraum hinter ihrem Büro ein Ehepaar entdecken, dass sich dort seit dem DDR-Volksaufstand vor 65 Jahren versteckt gehalten hat.

Das am 2. Oktober 1953 eröffnete politische Kabarett Distel zeichneten heute vor allem die moderne Sprache und aktuelle Themen aus, sagte Dominik Paetzholdt, künstlerischer Leiter des Theaters. Auch die Form habe sich verändert - weg vom klassischen Nummern-Kabarett und hin zur Kabarett-Komödie mit durchgängiger Handlung.

«So eine Stadt wie Berlin verträgt nicht nur drei Opernhäuser, sondern auch mehrere Kabaretts», sagte Distel-Geschäftsführerin Astrid Brenk mit Blick auf die Konkurrenz durch die Kabarett-Theater Die Wühlmäuse und Die Stachelschweine. Die Auslastung der Distel liege im Schnitt bei 65 Prozent. Im Sommer sind unter den Besuchern rund 60 Prozent Touristen, viele aus den alten Bundesländern.

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