Dresdner Museumsjahr zwischen Moderne und Mauerfall

Dresden (dpa) - Die Moderne, die Künstlergruppe um Otto Dix und Conrad Felixmüller und DDR-Kunst bestimmen das Programm der Städtischen Museen 2019. Den Auftakt macht die Schau «Signal zum Aufbruch! 100 Jahre Gründung der Dresdner Sezession - Gruppe 1919» ab Mitte Juni «mit nationalem Gewicht», wie Direktor Gisbert Porstmann am Donnerstag sagte. «Wir holen europaweit Spitzenwerke von zwölf Künstlern zusammen.» Sie sollen an die vor 100 Jahren gegründete expressionistische Gruppe erinnern, die bis 1922 bestand.

Für eine Ausstellung «Weltbild - Sinnbild - Gegenbild. Re-/Visionen der X.» werde weltweit recherchiert. «Wir wollen eine kleine Auswahl von Werken zurückholen, die in der letzten DDR-Kunstausstellung 1987/1988 gezeigt wurden», sagte Porstmann. Die Exponate seien in Museen und Privatbesitz verstreut. «Es sind ja damals nicht alles Dresdner Bilder gewesen, aber offensichtlich viele in ein imaginäres Museum gelangt, mit dem die Menschen jetzt kulturelle Selbstverwirklichung und Identität verbinden.»

Insgesamt sind bis Jahresende in den fünf Museen mehr als 30 Präsentationen geplant, darunter auch einige zum Mauerfall vor 30 Jahren. Und das Stadtmuseum versammelt sowjetisches Spielzeugdesign und Klassiker der DDR aus Kunststoff zu einer deutsch-sowjetischen «Konferenz der Plastiktiere».

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