East Side Gallery jetzt Teil der Berliner Mauer-Stiftung

Berlin (dpa) - Die weltweit bekannte East Side Gallery gehört jetzt zur Berliner Mauer-Stiftung. Diese sei nun für den Erhalt des längsten, noch sichtbaren Mauerstücks im einst geteilten Berlin verantwortlich, teilte eine Sprecherin am Donnerstag mit. Das Land habe das Mauerstück zum 1. November an die Stiftung übertragen.

Für die Pflege des historischen Erinnerungsortes stellt das Land zusätzliche Mittel von 250 000 Euro jährlich zur Verfügung, wie die Stiftung mitteilte. Die East Side Gallery ist ein 1,3 Kilometer langes Stück der sogenannten Hinterlandmauer, die Künstler aus aller Welt 1990 bemalten. Inzwischen wurde die Mauer für Bauprojekte mehrmals unterbrochen.

Die Stiftung will Besuchern künftig sowohl die Geschichte der künstlerischen Aneignung des Ortes nach dem Mauerfall als auch die Funktionsweise des einstigen DDR-Grenzsystems vermitteln. «Dass diese beiden Geschichten hier gleichberechtigt nebeneinander stehen, macht die Einzigartigkeit dieses Ortes aus. Beide Geschichten gilt es zu erzählen», hatte Stiftungsdirektor Axel Klausmeier betont.

Die Stiftung Berliner Mauer wird vom Land und dem Bund getragen und ist bereits für mehrere Gedenkorte in Berlin zuständig.

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