Eva Menasse wird Stadtschreiberin in Mainz

Sie sei «eine große Menschenerzählerin, die mit feiner Empathie und scharfsinnigem Humor über fragile Beziehungen schreibt». Sagt die Jury über Preisträgerin Eva Menasse.

Mainz (dpa) - Die Romanautorin Eva Menasse zieht im kommenden Jahr in die Mainzer Stadtschreiberwohnung ein. Die in Wien geborene Wahl-Berlinerin tritt damit die Nachfolge von Anna Katharina Hahn an, wie die Stadt Mainz am Montag mitteilte.

Der gemeinsame Preis von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz besteht zu einem Teil aus der Stadtschreiberwohnung im Schatten des Mainzer Doms, zum anderen Teil aus einem Preisgeld von 12 500 Euro. Die Auszeichnung soll voraussichtlich Anfang März 2019 überreicht werden.

Die Entscheidung für den zum 35. Mal vergebenen Literaturpreis verband die Jury mit der Würdigung für «eine große Menschenerzählerin, die mit feiner Empathie und scharfsinnigem Humor über fragile Beziehungen schreibt». Sie gestalte ihre Figuren mit großer sprachlicher Präzision und beschreibe Situationen mit feinsten Nuancen. «Zugleich mischt sich Eva Menasse öffentlich ein, streitet wirkungsvoll für Grundrechte im digitalen Zeitalter und wendet sich engagiert gegen Diskriminierung und rechte Hetze.»

Eva Menasse legte ihren ersten Roman «Vienna» 2005 vor. 2009 folgten «Lässliche Todsünden» und 2013 «Quasikristalle». Im vergangenen Jahr legte sie den Erzählband «Tiere für Fortgeschrittene» vor. «Mainz darf sich auf Eva Menasse freuen», erklärte Kulturdezernentin Marianne Grosse.

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