Filmdoppel "Feinde": Reden wir jetzt über Folter?

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Ferdinand von Schirachs aufwendiges Filmdoppel "Feinde" in der ARD gibt Kritikern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf ungute Weise recht: Zelebriert wird staats- tragendes Lehr-Fernsehen mit aufgetünchter Schein- Debatte, die wichtige Perspektiven ausbremst.


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1919 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 4
    2
    Malleo
    06.01.2021

    Zeitungss
    Wollen oder können Sie nicht begreifen?
    Haben Sie nach dem WARUM einen der Identanten angeschrieben?
    Meine Gewohnheiten sind dabei für Sie völlig irrelevant.
    Mich interessierte das Thema, kapieren Sie das?

  • 1
    4
    Zeitungss
    06.01.2021

    Es bestätigt sich doch, jede Menge ROT und KEINE Antwort.

  • 1
    7
    Zeitungss
    06.01.2021

    Ach Malleo, nach ihren Fernsehgewohnheiten war eigentlich nicht gefragt, selbst dann nicht, wenn Sie für jedes 3. Programm mit selben Programm einen extra Fernseher gleichzeitig betreiben.
    Die Frage war, WAS SOLLS, was nun auch kein Intendant beantworten will, kann oder gar möchte. Manches Kuriosum auf dieser Welt bleibt ebnen doch unbeantwortet.
    Sind Sie beruhigt, die anderen Roten können auch nur diesen verteilen, eine Antwort haben sie auch nicht.

  • 4
    0
    Progress
    05.01.2021

    Ich war gespannt auf des Anwalts Aussage "dann schauen Sie Mal meine Sichtweise" und bin enttäuscht. Die Schulung zum Grundgesetz und zum Folterverbot, vor allem wegen der Handlungen im Dritten Reich setzten sich nur fort, war überflüssig. Mich würde nur mal interessieren, wie in der Anwalt reagieren würde, wenn es sein Kind gewesen wäre und der Täter nur durch Gewalt das Versteck verraten hätte. Ihm sitzt der Täter gegenüber und dann fordert er auch Freispruch?

  • 2
    0
    Haju
    05.01.2021

    @Zeitungss
    Da kann man nur spekulieren. Eine Unterstützung der Querdenker (z.B. "Isolationsfolter von Millionen wegen des zweifelhaften Versuchs, dadurch ein paar tausend Menschen zu retten") schließe ich allerdings aus. Auch die Querdenker selbst haben noch nichts von solch einer Verschwörung zu ihren Gunsten verlautbart. ;-))

  • 4
    5
    Malleo
    05.01.2021

    Zeitungss
    Fragen Sie doch ganz einfach mal einen Indentanten.
    Mich störte diese Megaausstrahlung nicht, ausschließlich deshalb, weil mich das Thema interessierte.

  • 1
    0
    Zeitungss
    05.01.2021

    @Malleo: Rote ernte ich reichlich, was nicht übersehbar ist. Eine Antwort, was den neuartigen Verbreitungsweg angeht, bisher Fehlanzeige. Selbst wer Bild in Bild - Funktion nutzen kann, bleiben hier Fragezeichen. An anderer Stelle hier im Forum kommen eher Meinungen auf, es wären die ersten Auswirkungen auf das Veto aus Sachsen-Anhalt zur Gebührenerhöhung, was einleuchtend wäre. Immerhin, diese Art der Übertragung ist bis jetzt einmalig.
    Noch einmal die Frage, wer kann es erklären ? ? ?

  • 1
    4
    Zeitungss
    04.01.2021

    @Malleo: Hatte ich mich im ersten Beitrag so verdrückt ausgekehrt ??? Wenn Sie das eigentliche Thema auf den Kopf stellen wollen, viel Spaß. Ihren Beitrag stimme auch ich zu, ändern wird sich nichts und in ein paar Tagen spricht man darüber nicht mehr.
    Es ging mir um die Verbreitung dieser Sendung, was bisher einmalig ist und nicht nur mich etwas verwundert. Was sollte damit erreicht werden, dazu gibt es keine Antworten. Ich denke, ich konnte wenigstens Ihre Frage einigermaßen verständlich beantworten.

  • 4
    2
    Malleo
    04.01.2021

    Zeitungss
    Geht es Ihnen um das Thema oder die Aufstellung der ÖR?

  • 10
    2
    Zeitungss
    04.01.2021

    Danke für die bisherigen Roten. Was die Zusammenschaltung aller Sender betrifft, gab es allerdings noch keine Antwort. "Das Erste" ist europaweit (wenn man will) zu empfangen, mit anderen Worten, es ist nicht erklärbar warum alle Dritten zeitgleich diesen Straßenfeger ausstrahlen. Wer der Meinung ist, hier Veränderungen ins Rollen zu bringen, wird trotz der neuen Verbreitungstechnologie feststellen, es wird nichts. Die Verantwortlichen sollte zumindest Stellung beziehen, warum die ARD diesen Verbreitungsweg wählt. Für Rote ist genug Platz, eine Antwort wäre die bessere Lösung.

  • 4
    0
    ChWtr
    04.01.2021

    Uwe Riße hat m.E. vollumfänglich Recht - sein gutes Recht. Dieses Rechtsempfinden hält jedoch mit dem geltenden Recht (StGB) nicht Stand.

    Es klingt bereits in einigen Zuschriften an, eine Verquickung von Täter vs. Opfer bzw. die Umkehrung der Täterschuld sehe ich als nicht gegeben an, da (möglichweise) ein Leben gerettet werden kann. Wieso wird der Täterschutz höher bewertet als das Leid des Opfers und deren Angehörigen?

    - wer kann das plausibel erklären?
    - Wahrheitsfindung nicht um jeden Preis...
    - welcher Preis?
    - der Tod des Opfers?

    Das erklären Sie bitte den Betroffenen.
    Dem Täter muss man ja wohl nicht mehr viel erklären (...) - oder?

    Im zeitl. Ablauf des Ermittlungsstandes ist es meistens schon zu spät - denn wenn der nachgewiesene Täter (freiwillig) den Mund aufmachen würde, könnte manches Opfer noch leben.
    Bei einem vermuteten Täter (auch wenn sich später die Richtigkeit feststellen sollte) sieht es schon komplizierter aus.

    Trotzdem bin ich bei U. Riße.

  • 9
    0
    OlafF
    04.01.2021

    Da gelingt es der ARD einmal im Jahr einen anspruchsvollen Fernsehabend zu gestalten. Hoffentlich sind die Zuschauer nicht hoffnungslos überfordert, sich ihr eigenes Urteil aus verschiedenen Perspektiven zu bilden. Warum auch, wenn standardisierte Meinungen durch tägliche Wasserstandsmeldungen verbreitet werden und Meinungen als solche gekennzeichnet werden müssen, um sich von Fakten und Nachrichten überhaupt noch zu unterscheiden.
    Hier hat es ein Jurist und Schriftsteller geschafft klarzustellen: „Es sei ein Missverständnis anzunehmen, es gehe vor Gericht um das Herstellen von Gerechtigkeit.“ Es ist aber so, dass die Rechtsanwendung vor allem dem Gemeinschaftsfrieden dienen sollte. Ein Urteil muss im demokratischen System willkürfrei sein, was selten unseren Moralvorstellungen von Gerechtigkeit entspricht. Deshalb halte ich es für zulässig, dass in der Sache die Auffassungen auseinandergehen können.

  • 6
    0
    OlafF
    04.01.2021

    Aber die Tatsache ein Geständnis durch Folter zu erpressen, sei es noch so dringend, darf in einer rechtstaatlichen Ordnung nicht folgenlos sein.
    In einem muss ich jedoch dem Tim Hofmann recht geben. Die Rolle der Opfer kommt vor Gericht oft zu kurz. Aber wie kann ein Richter rationale Entscheidungen (im Zweifelsfall mangels Beweise auch zugunsten des Täters) treffen, wenn ihn seine eigenen Emotionen daran hindern? Hier geht es nicht um die Opfer. Eine dritte Verfilmung aus der Sicht der (des) Opfer(s) würde sicherlich nicht die Produktionskosten sprengen, welche im Gegensatz zu „NETFLIX-Massenwahre“ auf Dialoge und Geschichten aufbauen, welche oft fiktionaler als jeder Roman erscheinen. Die Gelassenheit des 76-jährige Klaus Maria Brandauer passt in die Rolle, wie die Faust aufs Auge des hyperventilierenden Mainstreams.

  • 9
    2
    Freigeist14
    04.01.2021

    Man rieb sich verwundert die Augen : Auf allen Dritten Sender -außer 3Sat- lief das Fernsehspiel fast gleichzeitig . Flucht nahezu zwecklos....aber erfolgreich . Danke Herr Hofmann für die hervorragende Kritik ,die keine Fragen offen lässt .Entscheidend der Satz für mich : "...ein echtes Gesellschaftsproblem hätte verhandelt werden können ." Davor wird nach wie vor ausgewichen . Leider .

  • 8
    5
    Zeitungss
    04.01.2021

    Zu diesem Thema kann man denken was man will, der Normalbürger hat keinen Einfluss darauf. Nun ist Das Erste und alle Dritten eigentlich europaweit frei über Astra zu empfangen, was sollte also diese Zusammenschaltung ??? Selbst ORF und SRF halfen bei der Ausstrahlung mit, obwohl dort die ARD auch in jeder Kabelanlage einen festen Platz hat. Deluxe hat eine mögliche Antwort gegeben. Wir haben uns dieses Kunstwerk auch nicht angetan und die Festplatte des Recorders wurde für die Aufzeichnung verschont.

  • 7
    0
    Malleo
    04.01.2021

    Die Statistische Auswertung bei Juristen, Eltern und Polizisten hat gezeigt, wie zerrissen man je nach "persönlicher Nähe" abwägt, ob man dem staatlich vereinbarten Recht oder dem emotional nachvollziehbaren Gerechtigkeitssinn folgt.
    Diese angerissene Debatte zur marginalen Opfernachsorge ist dringend zu führen, weil man nicht nur das Gefühl hat, dass den Tätern überproportional Verständnis für ihre Taten zuteil wird.
    Dabei werden alle Register gezogen, eine Erklärungsgeschichte zu erzählen.
    Für mich gilt.
    Jeder legt für sich fest, ob er gut oder böse sein will und muss bei Entscheid für letzteres mit harten, gesetzlich vereinbarten Konsequenzen rechnen, damit den Opfern Gerechtigkeit widerfährt. Auch, wenn man überzeugt ist, dass man an den Folgen der Tat in der Regel nichts mehr ändern kann.
    "Zu vielen Menschen ist es gleichgültig, was geschieht, solang es nicht ihnen selbst geschieht."
    Howard Taft

  • 19
    6
    Deluxe
    04.01.2021

    "Feinde" aus allen Rohren.
    Im Ersten, in nahezu allen Dritten und selbst in der Sparte gleichzeitig. Teuer produziert, billig (weil auf allen Sendern gleichzeitig, um den Begriff gleichgeschaltet zu vermeiden) gesendet. Man hat gestern viele Lizenzgebühren gespart, indem man einfach auf fast allen ARD-Kanälen das selbe sendete. So geht es natürlich auch. Wenn das Schule macht, können wir gern auch wieder zurückkehren zu einem einzigen Programm.

    Als ich das sah, habe ich für den Abend sofort zur Konserve gegriffen und mir etwas angesehen, was die ARD vor langer Zeit mit hochkarätigen Schauspielern auf hohem Niveau produziert hat, ohne damit Oberlehrer spielen zu wollen. Lange her...

  • 12
    7
    guera
    04.01.2021

    Ein Kommentar, der voll meine Meinung formuliert. Danke!
    Soll dies der Anfang der "Umstrukturierung des ARD-Programms" sein,
    was kommt da noch auf uns zu?
    Fernsehen als politischer Unterricht!
    Nun bin ich auch bei NETFLIX!

  • 19
    4
    Maschinenbauer
    04.01.2021

    Respekt Herr Hofmann. Eine starke Kritik die ich uneingeschränkt teile!