Förderung von Künstlernachlässen in Pilotphase

Dresden (dpa/sn) - Seit Anfang April fördert die Landesstelle für Museumswesen die Bearbeitung von Künstlernachlässen in Sachsen. In einer etwa einjährigen Pilotphase sind zunächst nichtstaatliche Museen und museumsnahe Einrichtungen antragsberechtigt, ab 2020 soll der Kreis erweitert werden, wie das Kunstministerium in Dresden am Freitag mitteilte. Damit werde das erarbeitete Konzept zum Umgang mit repräsentativen und qualitativ hohen Konvoluten umgesetzt. Anträge können bis zum 30. Juni sowie für 2020 bis zum 15. Oktober gestellt werden.

Der Freistaat investiert bis Ende 2020 fast 850 000 Euro. Es gehe darum, «das in den Werken gespeicherte Erleben, Fühlen und Wissen der Künstlergenerationen zu bearbeiten, zu ordnen und nutzbar zu halten», sagte Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD). Gemäß dem CDU-SPD-Koalitionsvertrag wurde ein Konzept zur Sicherung von Nach- und Vorlässen - schon zu Lebzeiten übereignete Oeuvres - sächsischer Künstler erarbeitet. Sie sollen aufgearbeitet und gesichert sowie Forschung und Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Geplant sind dafür dezentrale und von regionalen Trägern betriebene Depots.

Vorreiter bei der vorausschauenden Bewahrung eines künstlerischen Werkes war der Dresdner Maler und Grafiker Max Uhlig, einer der international renommiertesten deutschen Gegenwartskünstler. Er hatte dem Freistaat vor einem Jahr sein Lebenswerk überlassen, inklusive Atelier und Wohnhaus.

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