Frauen, hört die Signale!

Am Dienstag ist Internationaler Frauentag. Sind die Werte, die Frauen in Deutschland als selbstverständlich hingenommen haben, noch selbstverständlich? Eine persönliche Betrachtung.

Chemnitz.

"Ficki-ficki?! Ficki-ficki?!" Drei junge Männer, offenbar Flüchtlinge, haben dieser Tage meine Freundin an der Chemnitzer Zentralhaltestelle angemacht. Sie kam in ihrer lustigen Bommelmütze daher, ihre blonden Haare schauten hervor. "Ficki-ficki?!" Das ging meiner Freundin über die Bommelmütze: "Haut ab, ihr blöden Schweine."

Meine Freundin kann unterscheiden zwischen einem netten, unverbindlichem Flirt und aggressiver, sexualisierter Respektlosigkeit. Deshalb hat sie laut und unüberhörbar die Männer zurechtgewiesen, die wie angewurzelt stehen blieben. Ihr schien, als habe jeder Passant die Szene verfolgt und die Gruppe daraufhin angestarrt. Im Nachhinein ist es ihr peinlich, verbal so entgleist zu sein. "Aber andererseits", sagt sie "irgendwie müssen wir die Regeln, die bei uns gelten, durchsetzen."

Klartext reden. Der Internationale Frauentag, der am Dienstag begangen wird, soll Anlass dazu sein. Clara Zetkin, die diesen Tag vor mehr als 100 Jahren mit initiiert hat, wurde in der Nähe von Chemnitz, in Königshain-Wiederau geboren. Sie verbrachte ihre ersten Lebensjahre in dem Dorf. Ihre Eltern - der Vater Dorfschullehrer, die Mutter Gründerin eines Frauenturnvereins - sorgten dafür, dass Clara eine gute Schulbildung genoss. Sie zogen aus diesem Grund, also wegen der Bildung der Kinder, nach Leipzig.

Der Frauentag, der maßgeblich auf die Kommunistin zurückgeht, hat mich bislang wenig tangiert. Nur einmal schrieb ich zum 8. März, nämlich 2011. Es war der 100. Frauentag in der Geschichte. Ich weiß, dass ich mich von dem Gedanken leiten ließ, hierzulande sei Gleichberechtigung weitgehend Realität. Probleme gebe es - aber eben anderswo auf der Welt: Zwangsverheiratung, Verstümmelung, Ehrenmorde.

Die Welt ist näher gerückt. So hat sich nicht nur die Befindlichkeit meiner Freundin geändert, sondern auch meine. In diesem Jahr drängt es mich geradezu, mich als Frau zum Frauentag zu Wort zu melden. Wegen der Flüchtlingskrise. Um es vorweg zu sagen und um Missverständnisse auszuschließen: Weder meine Freundin noch ich laufen bei Pegida mit und wir lassen uns auch nicht in eine rechte Ecke stellen. Wir haben Ausländer in unserem Bekanntenkreis, sind tolerant, und meine Freundin bekennt sich dezidiert zur Politik von Angela Merkel.

Aber ich ertappte mich neulich bei dem Gedanken, dass es gut sei, einen Enkel zu haben - und keine Enkelin. Ein Enkel werde es künftig leichter haben als eine Enkelin. Zugleich fand ich den Gedanken abstrus und inakzeptabel. Ich kann mir den Gedanken so wenig verzeihen wie meine Freundin sich ihre lautstarke Verteidigung. Ich wies mich innerlich zurecht, verdrängte den Anflug von ..., - ja von was?

Ich hatte an nichts anderes als die Ungleichwertigkeit der Geschlechter gedacht. Die Konsequenz? Ich, die ich immer nur in Anspruch genommen habe, was Generationen von Frauen seit Clara Zetkin erkämpft haben, sorge mich um ihre Errungenschaften. Sorge mich um die Gleichberechtigung, will für Selbstbestimmungsrecht und Freiheit der Frauen eintreten - vor allem auch jener, die zu uns kommen.

Was hat meine Freundin zu der Reaktion an der Haltestelle getrieben? Was treibt mich zum Schreiben? Wir haben unser Leben lang etwas als selbstverständlich hingenommen, was wir nun gefährdet sehen: Frauenrechte, die Chancengleichheit für Frauen, respektvolles Verhalten gegenüber Frauen. Dabei ist Panikmache nicht meine Sache - aber ich halte auch nichts davon, die Debatte abzuwürgen mit dem Verweis, die verbalen Angriffe seien doch kaum etwas anderes als die billige, verbale Anmache, die es immer schon gegeben hat. Nein, Angriffe in der Öffentlichkeit, wie sie meine Freundin jetzt erlebt hat, nehmen zu. Und ich glaube, die Realität, mit der wir Frauen uns auseinanderzusetzen haben, verändert sich gerade. Mir gelingt es dabei nicht, zu glauben, dass Gleichberechtigung und Freiheit der Frau vollverschleiert daherkommen können. Und wenn in unseren Straßen mehr und mehr verschleierte Frauen auftauchen, sehe ich darin ganz einfach, dass es immer mehr unterdrückte Frauen gibt. Anders kann ich nicht.

Man mag mir und jenen, die ähnlich denken, Naivität vorwerfen. Aber dass ich nicht völlig falsch liege in meiner Befürchtung, bestätigen Frauen, die - anders als ich - multikulturelle Wurzeln haben. Tina Kambouri, Sibel Kekilli, Güner Balcı. Polizistin, Schauspielerin, Journalistin. Haltung, Herkunft und Lebenswege der drei sind verschieden, und doch streiten sie für die Frauenrechte. Und stellen dabei - was sich für mich wegen meiner deutschen, christlichen Herkunft verbietet - den Zusammenhang her zwischen dem archaischen, frauenfeindlichen Weltbild vieler Flüchtlinge und dem Islam.

Güner Balci hat erlebt, wie sehr sich Neukölln, das Viertel, in dem sie aufgewachsen ist, in den letzten zehn Jahren verändert hat. "Die muslimischen Mädchen können im Sommer noch nicht mal mehr im T-Shirt herumlaufen, weil die Väter und die Sittenwächter das nicht zulassen." Sie kenne eine Menge Mädchen, die zum Kopftuch gezwungen werden. "Gerade diese jungen Frauen haben keine Lobby", sagt Balci.

Sie wirft deutschen Politikern vor, unter dem Deckmantel der multikulturellen Vielfalt und der Religionsfreiheit die Unterdrückung muslimischer Mädchen und Frauen zu unterstützen. In Artikel 3 des Grundgesetzes, heißt es: "Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin." Ein Kopftuchverbot an staatlichen Einrichtungen wäre ein Zeichen an die rückständige Männerwelt, dass Frauen nicht nur Sexualobjekte sind, die Mann besitzt, die Mann verstecken, verstümmeln und steinigen kann ...

Dass die Kopftuchdiskussion allein nichts bringt, zeigt Tatort-Kommissarin Sibel Kekilli. 1980 als Kind türkischer Einwanderer geboren, musste sie nie Kopftuch tragen. Sie habe "relativ moderne muslimische Eltern". Aber im Gegensatz zu Clara Zetkin, deren Bildung von ihren Eltern gefördert wurde, durfte Kekilli kein Abitur ablegen und infolgedessen nicht Jura oder Medizin studieren. Sie wurde zur Gelegenheitsjobberin, zeitweise Pornodarstellerin.

Vor Jahresfrist sprach Kekilli zum Frauentag im Schloss Bellevue mit tränenerfüllter Stimme über ihre Erfahrungen mit dem Islam. Kekilli liebe ihre Kultur, aber "auf dem Weg zu meiner Freiheit habe ich sie zu einem sehr großen Teil verloren." An die muslimischen Männer, Brüder und Väter appellierte sie, tolerant gegenüber Frauen zu sein. "Warum muss ich weg, wenn ich nicht den mit Regeln vollgepflasterten Weg gehe, den ihr mir aussucht? Wie würde es euch gefallen, wenn ihr so leben müsstet, wie ihr es von euren Frauen verlangt? Was ist bedrohlich an einer freien Frau?"

Kekilli prangerte an, dass viele Familien es als einzigen Ausweg ansehen, ihre vermeintliche Ehre wieder herzustellen, indem sie die eigene Tochter bedrohen oder sogar töten - wenn die sich nicht regelkonform verhalten habe. Egal, ob das mit Kultur, Tradition oder Religion zu tun habe - "dieser verschrobene Kulturbegriff hat eine unglaubliche Zerstörungskraft", so Kekilli.

Tania Kambouri hat als Polizistin für Schlagzeilen gesorgt, als sie einen Brandbrief über aggressive Einwanderer geschrieben hat. "Wie sieht die Zukunft in Deutschland aus, wenn straffällige Migranten sich weigern, die Regeln im Gastland zu akzeptieren?" Kambouri, die griechische Vorfahren hat und seit zwölf Jahren Streifendienst leistet, meinte in einem Interview mit der "Zeit", Gewalt habe es immer schon gegeben. Aber die Aggressivität habe stark zugenommen. Sie schrieb ihren Brandbrief, nachdem sie zu einem Tatort gerufen worden war und dort als Polizistin nicht respektiert wurde: "Schick einen Mann vorbei."

Frauen in Deutschland haben die schöne Erfahrung gemacht, dass sie Verantwortung tragen und für ihre Familien sorgen können. Das ist bei meiner Freundin so wie bei mir. Wir benötigen keinen, der für unsere Ehre kämpft. Uns reicht das Grundgesetz: Die Würde des Menschen ist unantastbar und Frau und Mann sind gleichberechtigt. Wir brauchen kein neues Frauenbild - wir dürfen von der jetzigen Position nur nicht abweichen.

Das hat mit Fremdenfeindlichkeit nichts zu tun. Sondern damit, dass ich mir eine Enkelin wünsche.

Das Clara-Zetkin-Museum in 09306 Wiederau, Rochlitzer Straße 14, hat auf Anfrage geöffnet. Telefon: 037202 8040

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40Kommentare
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  • 3
    2
    Haju
    08.03.2016

    @SAEWAG, @saxon 1965
    Für einen Christen ist es unsinnig zu sagen: „Ich bin stolz ein Deutscher zu sein“, denn nach den durchschnittlichen 80 Jahren bin ich sicher noch da aber sonst ’was – jedenfalls kein Deutscher mehr. Beim Islam ist das bekanntlich etwas anders, aber es gibt dennoch (zu) viele in der „indigenen Bevölkerung“, die auf der einen Seite etwas gegen Martinsumzüge der Kinder mit ihren Lampions oder gegen die Bezeichnung Weihnachtsmarkt haben und auf der anderen Seite Schweinefleisch verbieten, aber Drogen legalisieren wollen. Irrsinn.
    Ansonsten kann man wohl mit 99% der Muslime reden, aber das 1% ist nicht zu vernachlässigen (wenn es denn nur beißen wäre …):
    https://www.youtube.com/watch?v=ZoKP4HN55y0
    Wichtiger Satz bei 4:30min.
    Schönen Frauentag für Brigitte Gabriel und Frau Prase!

  • 4
    5
    SAEWAG
    08.03.2016

    @saxon1965: Bin ich stolz, ein Deutscher zu sein? Nein, bin ich nicht. Dazu ist mein eigener Anteil an das, was dieses Land ausmacht, zu klein. Ich bin aber stolz auf Deutschland, mein Vaterland! Und wissen Sie auch, weshalb? Weil sich dieses Land in den 70 Jahren nach dem denkbar größten Zivilisationsbruch doch recht positiv entwickelt hat. Weil es (im alten Westteil) mit der damaligen (!) sozialen Marktwirtschaft – bitte auf keinen Fall mit der neoliberalen Lobbybude namens »Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft«! – den vielleicht besten Kompromiß beider Welten entwickelte. Und, ganz sicher, weil es mit dem Grundgesetz eine der liberalsten Verfassungen überhaupt hervorgebracht hat. Insofern: Ja, ich bin ein Verfassungspatriot!

    Zu Ihrer Version der Wahrheit (gibt ja bekanntlich mehrere davon ;-): Wieviel Erfahrung haben Sie persönlich mit Problemvierteln? Ich vermute mal, wir führen hier einen Diskurs mit der geographischen Verortung neue Bundesländer? Von welchen Problemvierteln sprechen Sie hier?
    Es wird Sie und manch weiteren Sachsen nicht sonderlich erfreuen, wenn ich sagen muß, daß ich mich in Berlin, am Kottbusser Tor, wohler fühle als ich einigen Möchtegern-nationalbefreiten-Zonen in Sachsen. Und das liegt nicht nur am Döner-Angebot.

    Niemand hat uns versprochen, daß die Aufnahme hunderdtausender Flüchtlinge problemlos vonstatten gehen wird. Erst recht nicht deren Integration. Und ganz sicher nicht, daß sich unter den Flüchtlingen ein sehr wahrscheinlich genauso hoher Anteil von Idioten und Strolchen befindet wie in der (vermeintlich) indigenen Bevölkerung.
    Persönlich empfinde das häufige Versagen unserer Verwaltungen, schnelle und pragmatische Lösungen zu finden, fürchterlich. Fürchterlich für die Flüchtlinge und fürchterlich für uns. Und, ja, ich will auch nicht verstehen, weshalb unsere Grenzsicherungsorgane nicht in der Lage waren, überhaupt mal von jedem, der zu uns kommt, eine irgendwie verläßliche Personalienfeststellung vorzunehmen, also wenigstens mal einen Fingerabdruck. Das ist Verwaltungsversagen auf breiter Linie!
    Aber, und das ist der Punkt: Können die Flüchtlinge etwas dafür? Darf man seinen Frust über unser scheinbar doch nicht so perfekt organisiertes Land nun auf diese lenken?
    Ich finde, das verbietet sich. Nach dem Gesetz. Und nach der Menschlichkeit.

    Die »Ströme«: Schauen Sie sich doch mal die Flüchtlingszahlen an, im ersten Halbjahr 2015. Die, die schon an Europas Türen geklopft hatten und die, die aus Syrien und Irak auf dem Weg waren. Sowie die, die schon monate- bis jahrelang in Flüchtlingslagern in Jordanien, der Türkei und dem Libanon lebten und denen gerade gleichermaßen die eigenen Reserven wie die Versorgung durch die internationale Gemeinschaft (UNHCR, hatten wir ja schon) ausgingen!

    Wirtschaftsflüchtlinge, »Glücksritter« etc.: Ja, sind mit Sicherheit dabei. Und läßt sich mit Daten vom BAMF (so sie denn mal die Registrierungen endlich aufholen) auch einigermaßen quantifizieren. Das alles zu identifizieren und zu entscheiden, das muß schneller gehen!

  • 6
    1
    1953866
    08.03.2016

    @ SAEWAG, Fakt ist, die Balkanroute ist zu und solche Märsche wie im letzten Jahr wird es in absehbarer Zeit nicht mehr geben. Dafür sorgen, außer D, alle anderen EU-Staaten, inklusive Mazedonien und Serbien. Grenzen kann man sichern, wenn man nur will.
    Selbst Vizekanzler Gabriel räumt jetzt ein: Noch eine Million in diesem Jahr kann Deutschland nicht verkraften:
    http://www.noz.de/deutschland-welt/politik/artikel/675943/gabriel-bei-illner-eine-million-fluchtlinge-ist-zu-viel

    Und auch die Bundeskanzlerin ist zu der Erkenntnis gelangt: "Es gibt eben nicht ein Recht, dass ein Flüchtling sagen kann, ich will in einem bestimmten Land der EU Asyl bekommen.":
    http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/8154726/kein-recht-auf-asyl-in-deutschland.html

    Gabriel und Merkel haben sich zu "besorgten Bürgern" gewandelt. Wer hätte das gedacht!

  • 10
    2
    saxon1965
    08.03.2016

    @SAEWG: Richtig, ich beziehe meine Meinung aus Informationen aus den öffentlich rechtlichen Medien. Sie haben ihre Erfahrungen gemacht. Und es gibt sicher keine 100%tige Wahrheit, die auf Alles und Jeden zu trifft.
    Wollen sie jedoch abstreiten, dass es genügend schlecht Beispiele für misslungene Integration in diesem Land gibt? Da werden ganze Stadtteile türkisch und dort die deutsche Administrative in Frage gestellt. Da werden ethnische Feindschaften im Gastland ausgetragen an Stelle froh zu sein, in einem friedlichen Land Unterschlupf gefunden zu haben.
    Wollen sie behaupten, dass die jetzige Situation in Deutschland und Europa auch so gekommen wäre, wenn A. Merkel nicht "eingeladen" hätte? Die "Ströme" waren schon lange unterwegs. Nur welche "Ströme" meinen sie? Sie differenzieren doch eben so wenig! Reden wir über Kriegsflüchtlinge, über Wirtschaftsflüchtlinge, über Glücksritter, über Emigranten, über politisch Verfolgte oder? Nein, es wird alles in einen "Topf" geschmissen. Vorgemacht von der Politik, da ja auch Alle unkontrolliert, ungeprüft einreisen konnten. Hier hat der Staat versagt! Punkt!
    Sie unterstellen mir ein "besorgter Bürger" zu sein. Das nehme ich mal als Kompliment. Was ich jedoch nicht bin, ist völkisch national oder Rechts. Ich bin vielleicht stolz auf deutsche Tugenden, auf deutsche Traditionen und auf das in diesem Land Geschaffene, aber eben so wenig weltfremd und "sorglos"! Stellen sie sich mal die simple Frage, ob Jemand ein Rechter ist, weil er sagt: "ICH BIN STOLZ EIN DEUTSCHER ZU SEIN!" oder ob das nur ein Türke, ein Russe, ein Amerikaner ... sagen darf?

  • 3
    6
    SAEWAG
    08.03.2016

    @saxon1965: Wer bitte schön hat denn »kommt alle her« gerufen? Das wird zwar von so elend vielen »besorgten Bürgern« immer wieder behauptet – richtig wird es damit aber immer noch nicht.
    Wenn Sie auf die Budapester Tage im September anspielen wollen: Vergessen sie es! Der Strom war vorher schon längst am Laufen.

    Was mir aber viel mehr auf dem Herzen liegt: Ihre andere Behauptung, Migrantenkinder würden sich nicht integrieren, wenn man nicht auch ihre Eltern, ich sag es mal überspitzt, »assimiliert«: Wo haben Sie denn diesen Unsinn her? Wohl kaum aus eigener Erfahrung. Ich sag’ Ihnen was: Ich bin mit einem Ausländeranteil (nannte man früher so) von mehr als einem Drittel durch mein schuliches Leben gegangen, von der Grundschule bis zur allgemeinen Hochschulreife. Und da waren wilde Zeiten dabei – die beginnenden Balkankriege sind verbal bis in die Unterrichtsräume gekommen.
    Hat es geschadet? Im Sinne der Anhänger völkischen Gedangenguts ganz sicher: Alle Beteiligten haben dabei sehr viel gelernt. Nennt man heute auch interkulturelle Kompetenz. Und alle von den »Ausländern« sind was anständiges geworden und zahlen brav hier im Land ihre Steuern.

    Persönlich finde ich es eine Unverschämtheit, hier solche falschen Pauschalbehauptungen aufzustellen! Schlechterdings kann ich Ihnen wie den meisten der sog. »besorgten Bürger« nur unterstellen, aus mangelnder Erfahrung einen Haßpropanz vor sich aufzubauen, aus dem Sie und andere dringend heraus müssen.
    Ein Anfang wäre mal, miteinander zu reden und nicht übereinander! Die Leute beißen nicht!

    Und wenn es schon mit humanistischer Einstellung und manchmal auch (sicher nicht bei Ihnen) Intelligenz nicht funktioniert: Wie wäre es denn mal mit einer Portion Empathie? Wir sprechen hier immer noch über Menschen!

  • 8
    0
    saxon1965
    08.03.2016

    SAEWAG@ Das Thema ist natürlich sehr viel komplexer. Aber klar ist doch auch, dass es ein fatales Signal war "kommt alle her" zu rufen! Wie viele "Flüchtlinge" fliehen denn eigentlich vorm Krieg und wie viele wollen nur Eines: Nach Deutschland! Dort natürlich nicht in irgend ein, sorry, Kuh-Nest, sondern in die deutschen Metropolen.
    Zum Thema Frauentag: Auch wenn es in unserem Land noch an der einen oder anderen Stelle hapert, gegenüber islamischen Ländern existiert hier doch Gleichberechtigung.

  • 8
    0
    saxon1965
    08.03.2016

    ks01@ Es wird nicht gelingen den Migrantenkinder unsere Werte zu vermitteln, wenn sich die Familien der Kinder nicht auch integrieren und sich Parallelgesellschaften bilden.

  • 4
    6
    SAEWAG
    08.03.2016

    @1953866: »Es hätte vermutlich tausenden Flüchtlingen das Leben gerettet, da sie dann von einer gefährlichen, tödlichen Überfahrt abgesehen hätten.«

    Mal unbeleckt eventuellem Euphemismus Ihrerseits: Glauben Sie im Ernst, das alles hält flüchtende Menschen ab? Einige vielleicht, die Masse aber sicher nicht. Es mag zynisch klingen, aber: Was haben diese Menschen noch zu verlieren? Ist eine Route praktisch zu, wird eine andere gesucht – und gefunden. Einmal in Bewegung, können Sie das nicht mehr stoppen. Jedenfalls nicht mit den hilflos anmutenden Versuchen der EU. Schon der jüngste Vorschlag, für jeden Syrer im Boot, den die Türkei »zurücknimmt«, »übernimmt« die EU einen Syrer direkt aus der Türkei: Glauben Sie denn im Ernst, daß sich damit auch nur etwas ändert in der Türkei, von außen betrachtet? Und an der Menge an Menschen, die an die Türen Europas klopfen?

    Diese humanitäre Katastrophe ist zu groß für einen einzelnen Staat.
    Und jegliche Sprüche von der geschlossenen eigenen Grenze, die im Zweifelsfall auch noch mit der (juristisch auch noch falschen) »ultima ratio« zu sichern sei, führen nicht zum Ziel, sondern vergiften nur das Klima. Wir sind nicht im Krieg, meine Damen und Herren!
    Und dagegen, wo Gruppierungen wie »der dritte Weg«, »Pegida« und auch die »AfD« uns alle gerne haben möchten – zur »homogenen Volksgemeinschaft« – stehen die Realität und 80–90% freiheitlich-liberal denkender Bürger dieses Landes.

    Zustimmung, was die zurückliegende Mittelkürzung fürs UNHCR angeht.

  • 11
    3
    flognifloh
    08.03.2016

    Applaus an alle Frauen dieser Welt. Frauen sind das Volk , ohne Sie geht garnichts, sind Lenker und Gestalter in der Gesellschaft.
    (ausser EINE - in Starrsinn verfallen )

    Es wird ein heißer Sommer dieses Jahr für Frauen. Diese "Ficki-ficki?! Ficki-ficki?! Rufe werden hoffentlich nicht in Handgreiflichkeiten übergehen.
    Lieber verbal wehren gegen 3 Männer als mit der Decke am Schloßteich oder Stadtpark beim Sonnenbad weiterzuziehen und entnervt aufzugeben.
    Wann weckt unsere Bevölkerung endlich auf und geht mit auf die Straße. Und wählt.
    Wir ; das Volk würden es schaffen. ( nocheinmal )

  • 4
    3
    geiluc
    08.03.2016

    rasumichin ...hören sie die signale...

  • 5
    4
    gelöschter Nutzer
    08.03.2016

    @ MuellerF: weil die, bis auf eventuelle Ausnahmen, nicht zum Arbeiten hier her gekommen sind ;-) Gekommen um zu bleiben ist der Großteil aber schon..... aber ich bin bestimmt schon wieder volksverhetzend

  • 4
    13
    MuellerF
    07.03.2016

    @A809626 & erzg047: WOHER wollen Sie wissen, dass alle Flüchtlinge, die derzeit ankommen, auch DAUERHAFT hier bleiben werden? Als die (EU-)Arbeitnehmerfreizügigkeit für Polen & Tschechien eingeführt wurde, prophezeiten auch einige Zeitgenossen mit Glaskugel eine "Überschwemmung Deutschlands mit lohngedumpten Arbeitern"- diese BLIEB AUS!
    Ja sicher, keiner weiß, wie lange Syrien bzw. Nahost noch Fluchtgebiete sein werden, aber KOMMEN werden die Leute solange so oder so-ob mit oder ohne Grenzen/Kontrollen. Eine Abschottung wird also soziale Probleme nur eskalieren lassen, eine Solidarität innerhalb Europas & darüber hinaus ist damit-sorry-"alternativlos". Die Alternative hieße nämlich (Bürger)Krieg auch innerhalb Europas, "Verteilungskämpfe" etc.pp.

  • 12
    4
    erzg047
    07.03.2016

    @A809626 Sie tun da aber den armen Vögeln (Kolibries)
    unrecht da diese weitaus intelligenter sind als die von ihnen beschriebenen Leute und schöner allemal. //
    in der Hessenwahl, das waren noch viel zu wenig Stimmen die gegen den Wahnsinn gestimmt haben.

  • 4
    8
    Sonnenschein123
    07.03.2016

    Grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen, grüner Daumen!!!

  • 8
    3
    gelöschter Nutzer
    07.03.2016

    Nachtrag zu Ruediger1683: Raspail, Das Heerlager der Heiligen: http://www.alwins-blog.de/?p=14682

  • 21
    5
    Ruediger1683
    07.03.2016

    Und, liebe Frau Prase, als Pegidademonstrant erlebte ich hautnah hysterische junge Frauen als Gegendemonstranten, mit von Hass verzerrten Gesichtern, ich denke, sie hätten uns ohne zu überlegen umgebracht, wenn es ihnen möglich gewesen wäre. Insofern fiele es mir schwer, ausgerechnet für deren Rechte einzustehen. Vielleicht suchen Sie das Gespräch mit Frau Strietzel, Redakteurin dieser Zeitung, die jubelnd berichtete von ihren laut "Refugee welcome" rufenden Söhnen. Dabei ist noch lange nicht ausgemacht, ob allein die Frauen die Benachteiligten sein werden oder wie die verwöhnten und verweichlichten jungen Männer in der Auseinandersetzung um materielle Güter und um Frauen bestehen werden. Lesen Sie Raspail, er hat die Zukunft gut beschrieben. Eine hervorragende Rezension lesen Sie bei Klonovsky, acta diurna, 17. November 2015. Viel Spass dabei.

  • 26
    4
    gelöschter Nutzer
    07.03.2016

    "Die Leute, die die Integration anpreisen, haben ein Kolibri-Hirn; auch wenn sie sonst viel wissen mögen. Glauben die denn wirklich, dass der französische Volkskörper zehn Millionen Muslime aufnehmen könnte, die morgen zwanzig Millionen und übermorgen vierzig Millionen sein werden?" (Charles de Gaulle, 1959)
    "Nationen können Einzelindividuen integrieren, (...) Sie können aber keine Völker absorbieren. Die Neuankömmlinge verspüren keine Begierde, in den einheimischen Bevölkerungen aufzugehen" (Renaud Camus)

  • 18
    5
    geiluc
    07.03.2016

    kann ja sein ,dass einige...auf diese anmache stehen...warum auch nicht,wer diverse krankhafte verfehlungen einiger politiker verharmlost, ist auch dafür zugänglich...

  • 12
    5
    fürsorglicherRealist
    07.03.2016

    @Rasumichin & Genossen: ein Blick nach Hessen zur gestrigen Wahl muss euch doch mächtig erfreuen, oder? In diesem Sinn, alles Gute...

  • 16
    2
    ks01
    07.03.2016

    Quintessenz für mich aus dieser „persönlichen Betrachtung“ bleibt das, was wir im Grunde genommen als Selbstverständlichkeit betrachten (sollten): Das Grundgesetz ist und bleibt der Dreh- und Angelpunkt für das Funktionieren unserer auf der Gleichberechtigung der Geschlechter basierenden offenen Gesellschaft. Das bedeutet in Bezug auf alle (alle!), die in dieser offenen Gesellschaft leben und teilhaben wollen: Aufklärung und Bildung.
    Für mich bleibt der Bezug auf das Grundgesetz nicht in erster Linie wegen uns selbst wesentlich, ich sehe dies jetzt in Bezug auf die Zukunft gerade auch derjenigen Kinder von Geflüchteten, die jetzt nach Europa gekommen sind und hier bleiben werden. Diese Kinder könnten wirklich die Chance haben, gleichberechtigt aufzuwachsen - und das betrifft Mädchen UND Jungen gleichermaßen. Voraussetzung dafür, dass diese Gleichberechtigung gelingt, sind deshalb auch entsprechend aufgestellte und ausgestattete Bildungseinrichtungen und Lehrerinnen und Lehrer, die sich dieser großen Aufgabe stellen.

    Anmerken möchte ich zum Text noch, dass es auch schon 2011 in Deutschland Zwangsverheiratung, Verstümmelung, Ehrenmorde gegeben hat und vorwiegend engagierte Frauen (überwiegend mit Migrationshintergrund) dazu auch bereits veröffentlicht hatten - häufig damals allerdings ignoriert oder sogar kritisiert.

  • 20
    2
    1953866
    07.03.2016

    07.03.2016 12:15 Uhr SAEWAG:
    "Oder wollten wir das, was wir dieser Tage nun in Griechenland und an der mazedonischen Grenze erleben müssen, schon seit letztem Sommer gehabt haben?"
    Es hätte vermutlich tausenden Flüchtlingen das Leben gerettet, da sie dann von einer gefährlichen, tödlichen Überfahrt abgesehen hätten. Wenn ich weiß, so eine Überfahrt ist zwecklos, da ich kurz danach vor verschlossener Tür stehe, dann überlege ich es mir, ob es Sinn macht in ein Hochsee untaugliches Boot zu steigen. Wenn mir aber ein "Herzlich Willkommen" zugerufen und Mich und Honig versprochen wird, sieht das natürlich anders aus.
    Ändert aber nichts an der Sauerei, auch der EU-Staaten, in den letzten Jahren dem Flüchtlingshilfswerk die Mittel vor Ort zu kürzen.

  • 5
    19
    Blackadder
    07.03.2016

    "da in den letzten Tagen nichts mehr in den Medien darüber berichtet wird, was die Gäste so außerhalb der Unterkünfte anstellen. "

    Vielleicht wird ja nichts berichtet, weil nichts groß passiert? Haben Sie denn schon den Polizeibericht durchgesehen, ist in der Regel auf der Internetseite der Polizei einsehbar.

  • 4
    25
    gelöschter Nutzer
    07.03.2016

    Sehen Sie @voigtsberger das ist es, was Ihren faschistoiden Rassismus ausmacht: In dem Artikel steht nicht: Die Gäste, Die Migranten, Die Asylanden oder Die Flüchtlinge...
    Dort steht "drei junge Männer, offenbar Flüchtlinge,..."
    Sie schließen einfach von drei jungen Männern auf Alle Flüchtlinge. Das ist ihr Fehler und das ist Rassismus.

  • 22
    7
    voigtsberger
    07.03.2016

    Mich wunder sehr, das dieser Artikel so in der FP veröffentlicht wurde, da in den letzten Tagen nichts mehr in den Medien darüber berichtet wird, was die Gäste so außerhalb der Unterkünfte anstellen. Nach meiner Meinung, werden diese Art von Integration und ihren Problemen erst richtig aktuell, wenn die Gäste Tür an Tür mit unseren Bürgern wohnen, aber da müssen die Freunde der "Wandervereine" ja nichts befürchten, in ihren exponierten Wohngebieten. Auch können die fehlenden Berichte in den letzten Tagen in den Medien und der FP auch daran liegen, dass die Gäste mit einen mal alle integriert sind, oder?

  • 6
    17
    Freigeist14
    07.03.2016

    Clara Zetkin würde sich empört dagegen verwehren,von vermeintlichen Frauenschützern und Asylgegnern für ihre anti-emanzipatorischen Fantasien und Linkenhass missbraucht zu werden.Mit dem Frauenbild wofür einst Rosa Luxemburg und C.Z. kämpfte,hat das patriarchische Weltbild der Afdler nichts gemein.

  • 1
    2
    Ruediger1683
    07.03.2016

    Entschuldigung, Frau Prase natürlich....

  • 17
    3
    Ruediger1683
    07.03.2016

    Korrektur zu meinem Kommentar: die Entwicklung zur zukünftig armen, von Gewalt geprägten Gesellschaft ist unumkehrbar.

  • 4
    16
    gelöschter Nutzer
    07.03.2016

    "Ruediger1683:...sich aktiv bei Pegidan und AfD für die Bewährung unserer freiheitlichen Gesellschaft einzusetzen,..."

    Das ist jetzt nicht ihr Ernst, oder? Sie meinen bestimmt Bewahrung, aber das geht ja gar nicht...mit Pegida und AfD. Also ne...

  • 18
    6
    Ruediger1683
    07.03.2016

    Tja, liebe Frau Paske, wer das eine will, muss das andere mögen. Wer Merkels offene Grenzen und unbegrenzte, unkontrollierte Zuwanderung befürwortet, sollte sich nicht wundern, wenn ficki-ficki-Rufe in Bälde als harmloser Spass bewertet werden, dankbar dafür, dass den Rufen keine Taten folgten. Ihre Enkelin, Frau Paske, wird als Minderheit in eine muslimische Mehrheitsgesellschaft wachsen, für Sie und Ihre Kinder bleiben zwei Optionen: Sie gewöhnen Ihre Enkelin frühzeitig an unterwürfiges Verhalten dem männlichen Geschlecht gegenüber oder Sie sorgen für die bestmögliche Ausbildung an einer leistungsorientierten Privatschule und an einer Spitzenuni, allerdings keine Geschwätzwissenschaften, um ihr eine erfolgreiche Auswanderung zu ermöglichen. Die dritte Möglichkeit, sich aktiv bei Pegidan und AfD für die Bewährung unserer freiheitlichen Gesellschaft einzusetzen, kommt für Sie nicht in Betracht, Sie wollen na weiterhin zu den Guten gehören. Allerdings, es gibt nur dafür oder dagegen, Ihr Opportunismus hilft niemandem. Allerdings gebe ich Ihnen insofern recht, egal ob Sie demonstrieren und völlig gleichgültig, wieviel Stimmen die AfD erhalten wird, die Entwicklung zur zukünftig armen, von Gewalt geprägten Gesellschaft ist in umkehrbar, alle Zählen belegen dies. Übrigens bedauere ich Ihre ausländischen Freunde, die Sie implizit mit den nun zuströmenden Migranten und derem archaischen Gesellschaftsmodell gleichsetzen. Sind für Sie alle Migranten gleich? Differenzieren Sie nicht?

  • 5
    15
    MuellerF
    07.03.2016

    Einerseits verstehe ich Frau Pases Anliegen, andererseits sind mir einige Gedanken in dem Artikel zu platt & pauschalisierend.
    Beispiel "Verschleierung" bzw. Kopftücher: also vollverschleierte Frauen sind mir in C. bis jetzt kaum begegnet, die Zahl der Kopftücher hat sich aber tasächlich erhöht. Aus dem Tragen eines Kopftuchs aber sofort auf eine Unterdrückung der Trägerin zu schließen, ist genauso verquer, wie einer Frau in Hotpants & bauchfreiem Top Promiskuität oder Nymphomanie zu unterstellen. Stellen solche Kleidungsstücke nicht auch eine "Sexualisierung" dar?
    Ich habe mich mal "nach Köln" mit Frauen aus meinem Bekanntenkreis darüber unterhalten, wie "normal", d.h. häufig sexuelle Belästigungen ihnen gegenüber sind/waren, wenn sie feiern gingen: die Antworten waren erschreckend & die Belästiger hatten meist weder Migrations- noch einen islamischen Hintergrund. Im Übrigen ist im Islam auch der Mann zu Keuschheit verpflichtet; also sind "ficki-ficki?" u.ä. von (vermeintlich) muslimischen Flüchtlingen ungefähr so islamisch wie ein Schweinekotelett!

  • 21
    3
    gelöschter Nutzer
    07.03.2016

    Eine sehr gute Situationsbeschreibung. Es ist dringend geboten diese gesellschaftlichen Fehlentwicklungen deutlich anzusprechen. Ein weiter so bei der Integration wie bisher, mit all der Blauäugigkeit beim Thema Multikulti, darf es nicht geben. Klare Ansagen mit Aussicht auf Sanktionierung, bis hin zur Abschiebung, bei Fehlverhalten sind Mittel zum Zweck. Dazu ist es wichtig, auch klein wirkende Delikte konsequent anzuzeigen. Null Toleranz gilt hier als die beste Prävention.

    STGB § 185 Beleidigung
    Die Beleidigung wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Beleidigung mittels einer Tätlichkeit begangen wird, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

  • 5
    15
    SAEWAG
    07.03.2016

    @A809626:
    Nein, weder wertekonservativ, noch nationalistisch. Sondern in bestem Maße freiheitlich, liberal und das Grundgesetz respektierend.

    Das Grundgesetz respektierend heißt eben aber auch, nicht pauschal gegen Flüchtlinge zu sein, gegen irgendwelche Obergrenzen, Tagesquoten oder gar Unsägliches wie einen imaginären Schießbefehl an der Grenze.
    Sondern das, was GG und (!) Völkerrecht, allen voran die Genfer Flüchtlingskonvention und die europäische Menschenrechtscharta, uns an Rechten wie Pflichten und Geboten auferlegen.
    Der wunde Punkt dabei – die einfach nicht funktionierenden Dublin-Abkommen – müssen jedem auch nur halbwegs humanistisch Gebildeten mit einer gehörigen Portion Realpolitik verständlich zu machen sein. Oder wollten wir das, was wir dieser Tage nun in Griechenland und an der mazedonischen Grenze erleben müssen, schon seit letztem Sommer gehabt haben?

  • 5
    18
    gelöschter Nutzer
    07.03.2016

    "Hübnererich: Clara Zetkin würde sich vermutl. im Grabe umdrehen, wenn sie wüßte, wie die heutigen Linken den Islam hofieren...."

    Den Islam hofieren? Leider stimmt das gar nicht. Linke sind der Regel Atheisten, Agnostiker oder tief religiöse Pastafaris.

  • 19
    5
    gelöschter Nutzer
    07.03.2016

    P.S.: Alles, was Frau Prase anspricht und zu bedenken gibt, reicht aus, um sie in die "rechte Ecke" gestellt. Aber dort will sie nicht hin, na so ein Dilemma. Nennen wir es traditionalistisch, wertekonservativ, nationalistisch ..... klingt alles besser als rechts. die jahrelangen Gehirnwäschen haben offenbar ein völlig krankes Schubladendenken hervorgebracht. ICH gehe auf die Straße, ICH mache meinen Mund seit Monaten auf. ICH wurde dafür in die rechte Ecke gestellt, unter anderem sehr deutlich AUCH von der Freien Presse; danke dafür! Heute kann ich damit leben, rechts zu sein. aber ich muss mir im Gegenzug zu anderen in 20 Jahren nicht die Frage stellen lassen, warum wir nichts dagegen unternommen haben!

  • 21
    5
    gelöschter Nutzer
    07.03.2016

    Zitat: "Ficki-ficki?! Ficki-ficki?!" Drei junge Männer, offenbar Flüchtlinge, haben dieser Tage meine Freundin an der Chemnitzer Zentralhaltestelle angemacht. "
    Ich finde es ja fast feierlich, dass es eine Freundin von Frau Prase traf (die ich übrigens sehr mag und sehr gern lese). Doch neulich erst musste ich Frau Prase kritisieren und ihrem Artikel heftig widersprechen - allerdings konnte sie nichts für den Inhalt der geistigen Ergüsse, die sie nur wiedergegeben hatte. Die sprichwörtliche Willkommensidiotie, um die es sich da drehte, waren wiedergegebene Aussagen unserer Ministerpräsidenten Tillich und Ramelow. Leider habe ich von Frau Prase keine Antwort bekommen, und mein Leserbrief zum Thema erschien wie immer auch nicht.
    Nun also eine Freundin von Frau Prase..... die einschläge kommen näher, oder? Setzt damit auch ein Umdenken ein, zum Beispiel bei den Medien, wenn schon nicht bei den Politikern?

    Sicher ist in unserem Land nicht alles perfekt was die Gleichberechtigung von Frauen anbelangt, aber verglichen mit der Vergangenheit und/oder dem Rest der Welt sind wir schon fast vorbildlich. (siehe Frauentag: http://www.alwins-blog.de/?s=Frauentag+war+gestern)

    Was den Islam anbelangt, und islamverklärte Bahnhofsklatscherinnen und realitätsferne Plüschtierwerferinnen mögen das (noch) anders sehen, bis wie oben die Einschläge näher kommen - so ist diese mittelalterliche Religionsideologie für Frauen das SCHLIMMSTE, was auf sie zukommen kann!!! Ich empfehle zu diesem Thema dringend das Interview mit Sabatina James in der JUNGEN FREIHEIT in der Ausgabe vom 04.März 2016. Unbedingt besorgen!

  • 7
    24
    Blackadder
    07.03.2016

    @Hübnererich: Wenn man sich für eine umfassende Religionsfreiheit im Rahmen der geltenden Gesetze und gegen eine pauschale Diskiminierung aufgrund von Religionszugehörigkeit einsetzt, hofiert man also den Islam? Wäre mir neu.

  • 25
    8
    Hübnererich
    07.03.2016

    Clara Zetkin würde sich vermutl. im Grabe umdrehen, wenn sie wüßte, wie die heutigen Linken den Islam hofieren. Eine totalitäre Ideologie, die die Frauenrechte mit Füssen tritt und den Frauen das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben verweigert.

  • 30
    1
    1953866
    07.03.2016

    Oh, es gibt noch Artikel über die Flüchtlingsthematik in der FP, die meiner Meinung nach ,die andere Seite der Medaille sachlich und lesenswert betrachten.
    Übrigens kann ich das Buch vonTania Kambouri "Deutschland im Blaulicht: Notruf einer Polizistin" nur empfehlen. Es entstand zwar noch vor dem Flüchtlingsstrom, ist aber hochaktuell und Fremdenfeindlichkeit oder Rassismus kann nur der erkennen, der hinter jedem Baum einen Rassisten vermutet.

  • 2
    17
    Ruebezahl
    07.03.2016

    Nur gut, dass wir die Flüchtlinge, Sexisten und schlimmen andersgläubigen haben. Unsere Frauenwelt, unsere "gewaltigen" Erfolge bei der Gleichberechtigung der Frauen lassen sich so in herrlichstem Glanze darstellen. Dabei gleich noch die Kommunistin Clara Zetkin bemühen, sich auf sie berufen und ihren Kampf für Frauenrechte auf diese Ebene zu bringen, dazu gehört schon einiger Sachverstand und Kenntnis deutscher Realität sicher nicht dazu.Was interessiert da, wenn Armut in diesem Lande vor allem alleinstehende Frauen, Familien und Kinder betrift. Das sind nach deutscher Lesart, wie wir wissen ja die Versager, Faule und fast schon Feindbilder dieser Gesellschaft. Von Frauenrechten, Gleichberechtigung i.w.S. in den Unternehmen usw. weiß offenbar auch niemand.
    Danke für die Lehrstunde.

  • 6
    19
    chawales
    07.03.2016

    Frau Prase, in diesem Artikel thematisieren Sie nichts anderes, als all die Bürgerinitiativen auf der Straße - gerieren sich als Heldin, als Anständige, als selbstlose Kämpferin für Recht und Freiheit. Ich nenne das, insbesondere vor ihren Kmmentaren i.Z. mit dem Strehlener Bürgerdialog und dem offenen Brief - einiger WENIGER Theologen - schlicht heuchlerisch. Einerseits folgen Sie willig der political correctness, andererseits "Heldin". Überprüfen Sie mal grundlegend Ihre Positionen - vielleicht fällt es Ihnen dann leichter Wahrheiten zu denken UND auszudrücken. MfG N. Chawales



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