Im Republikpalast gemalt: Künstler Ronald Paris 88-jährig verstorben

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Der Brandenburger Maler Ronald Paris ist tot: Der 88-Jährige sei am Freitag in seinem Haus in Rangsdorf (Teltow-Fläming) gestorben, teilte seine Ehefrau Isolde Paris am Samstag mit.

Rangsdorf.

Der 1933 im thüringischen Sondershausen Geborene hatte sich vor allem mit Wandbildern einen Namen gemacht. So mit dem Epochenbild "Unser die Welt, trotz alledem" im Berliner Palast der Republik (1975/76). Ab 1993 bis zur Emeritierung 1999 war er Professor an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. 2013 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Ehrenpreis des Brandenburger Ministerpräsidenten geehrt.

Zu seinem Schaffen gehörten auch eindrucksvolle Porträts, sagte die Kulturwissenschaftlerin Gerlinde Förster. "Zum Beispiel von Schauspielerin Inge Keller, Liedermacher Wolf Biermann, Sänger Ernst Busch, Komponist Hanns Eisler oder Regisseur Heiner Müller." Im DDR-Künstlerverband habe sich Paris für die Interessen anderer Künstler und für die Vielfalt künstlerischer Handschriften eingesetzt.

"Auch unter den neuen gesellschaftlichen Bedingungen bezog er kritisch Position", sagte Förster. "Prägnantes Beispiel dafür sind seine Bilder zur Flüchtlingsdramatik im Mittelmeer." (dpa)

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