Im Zeichen Winnetous: Karl-May-Festtage in Radebeul eröffnet

Radebeul (dpa) - Im Radebeuler Lößnitzgrund bei Dresden sind am Freitagabend die Karl-May-Festtage 2019 eröffnet worden. Zum Auftakt sorgten Bands der Country-Szene und Linedancer für Stimmung. Bis Sonntag ist der wichtigste Lebens- und Wirkungsort des Abenteuerschriftstellers wieder ein Eldorado der Western- und Indianerfans. Das Wochenende steht ganz im Zeichen von Winnetou, dem Häuptling der Apachen aus der Fantasie von Karl May (1842-1912). Die Figur trifft dabei erstmals auf echte Vertreter des Indianerstammes.

Die Männer des White Mountain Apache Tribe aus dem US-Bundesstaat Arizona geben nach Angaben der Stadt Einblick in ihr kulturelles Erbe, ihre Werte und erzählen die wahren Geschichten ihrer großen Häuptlinge. Auch sie können wie die Besucher in Radebeul die ganze May-Welt erkunden, vom Orient über den Wilden Westen bis zur Goldwäsche. Das Programm umfasst über 50 Veranstaltungen.

Die Festtage in Erinnerung an den Autor und seine Bücher haben jährlich nach Himmelfahrt Tradition. May hatte von 1888 bis zum Tod in Radebeul gelebt und dort wesentliche Teile seines Gesamtwerks verfasst. Daran erinnert das Museum im einstigen Wohnhaus des Autors, der Villa Shatterhand, das May 1895 kaufte, und in der 1926 dazu gebauten Villa Bärenfett. Es war 1928 von seiner Witwe Klara mit der bis heute erhalten gebliebenen Sammlung des Indianerfreundes Patty Frank eröffnet worden.

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