José-Carreras-Stiftung wehrt sich gegen Vorwürfe

Leipzig/München (dpa/sn) - Unmittelbar vor der Spendengala des Star-Tenors José Carreras wehrt sich dessen Leukämie-Stiftung gegen Vorwürfe. Die suspendierte Geschäftsführerin hatte die Deutsche José-Carreras-Stiftung bezichtigt, ihr den Posten entzogen zu haben, weil sie «unbequem» wurde. Das führte Gabriele Kröner in einem Schreiben an die Mitglieder der Leukämie-Stiftung aus, welches der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zunächst hatten Medien berichtet. «Die Vorwürfe sind absolut haltlos», sagte ein Sprecher der in München ansässigen Stiftung am Donnerstag.

Kröner wirft der Stiftung vor, deutsches Spendengeld für Allgemeinkosten eines Forschungsinstituts der spanischen Stiftung des Sängers in Barcelona zu verwenden. «Als geschäftsführender Vorstand sehe ich es als meine Pflicht an, auf den Erhalt der Gemeinnützigkeit zu achten und im notwendigen Falle gegenzusteuern, auch wenn ich damit dem Wunsch des Stifters oder seiner katalanischen Berater entgegentrete», teilte Kröner der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die Stiftung fördere die Forschung gegen Leukämie und damit auch internationale Projekte - «insbesondere, wenn daran deutsche Wissenschaftler beteiligt sind und es um vielversprechende Therapieansätze geht», so der Sprecher der Stiftung. Zudem unterziehe sich die Stiftung jedes Jahr einer freiwilligen Wirtschaftsprüfung. «Das entsprechende Zertifikat wurde jedes Jahr ohne Einschränkung erteilt», sagte der Sprecher. Nach seinen Angaben hat die Organisation juristische Schritte gegen die Vorwürfe eingeleitet.

Am Donnerstagabend will José Carreras in Leipzig bei einer Gala Spenden für seine Stiftung sammeln. Auf der Bühne werden unter anderen Herbert Grönemeyer, Peter Maffay und Barbara Schöneberger erwartet. Nach Angaben der Stiftung wurden in den vergangenen 25 Jahren mehr als 1250 Forschungs-, Struktur- und Sozialprojekte mit mehr als 220 Millionen Euro gefördert.

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