Kaiserliches Porzellan für das Leipziger Grassi Museum

Leipzig (dpa) - Das Leipziger Grassi Museum für Angewandte Kunst hat eine kostbare Sammlung kaiserlichen Porzellans erhalten. Es handele sich um insgesamt 36 Dessertteller aus einem Service von Josephine von Frankreich, das ihr Ehemann Napoleon einst in Auftrag gegeben hatte, sagte Museumsdirektor Olaf Thormann am Mittwoch. Das Grassi Museum erhielt das Geschirr als Schenkung von Prof. Günther Sterba (96), einem vielfach ausgezeichneten Zoologen und Hochschullehrer aus Markkleeberg.

Die Schenkung sei eine Sternstunde für das Museum, sagte Thormann. Es sei die weltweit größte Sammlung aus dem Service von 1806, das mutmaßlich 144 Teller umfasste. Die Teller zeigten die präziseste und feinste Pflanzendarstellung, die es in der Porzellanmalerei gebe. Den Wert der Teller wollten weder Thormann noch der Sammler Sterba beziffern. Kaiserliches Porzellan habe auch kaiserliche Preise, sagte der Museumschef nur.

Im Herbst plant das Grassi Museum eine kleine Ausstellung zu der Schenkung. Zudem sollen einige Teller in die ständige Ausstellung des Hauses integriert werden.

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