Künstler warnen vor Ungleichbehandlung in der Corona-Krise

Dresden (dpa/sn) - Künstler der freien Szene aus Dresden haben vor einer Ungleichbehandlung in der Corona-Krise gewarnt. «Die Kultur darf nicht in zwei Lager gespalten werden: in diejenigen, die in der Krise unterstützt werden und dadurch diese Zeit überstehen einerseits und diejenigen, die nicht unterstützt werden und aus eigener Kraft diese unverschuldete Krise nicht überstehen können andererseits», heißt es in einer am Donnerstag in Dresden veröffentlichen Stellungnahme der Aktion «Stumme Künstler». Man brauche beides, den überwiegend staatlichen geförderten Kulturbetrieb und den freien. Nötig seien bei Bedarf auch maßgeschneiderte Hilfsangebote, um ein Überleben zu ermöglichen und den Schaden zu minimieren.

Nach Ansicht der Betroffenen dürfen Veranstaltungen mit umfassenden Abstands- und Hygienevorschriften zwar wieder stattfinden, damit sei den meisten Veranstaltern aber nicht geholfen. «Wie soll ein freier Konzertveranstalter, ein freies Theater, die kleine Kulturbühne dies umsetzen? Wie soll dies wirtschaftlich funktionieren bei Veranstaltern und Theatern, die keine oder nur minimale staatliche Unterstützung erhalten», hieß es unter anderem.


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