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Machen statt meckern - so lebt der Kulturhauptstadtgedanke, heute: Architektin Josephine Rennwanz im Reitstall

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Gemeinsam anpacken, loslegen und sehen, dass was geht - das ist der Gedanke der Kulturhauptstadt. "Freie Presse" stellt Menschen vor, die das schon leben. Heute: Josephine Rennwanz und der Verein "Alter Reitstall".

Wer seid Ihr?

2020 habe ich mich mit einer Freundin, die Sozialpädagogin ist, im "Alten Reitstall" in Reichenbach getroffen. Da sie auf der Suche nach Einsatzstellen für ihre Strafstündler war, wurde die Idee geboren, einen gemeinnützigen Verein zu gründen. Zu unseren Mitgliedern gehören beispielsweise eine Betriebswirtin, ein Informatiker, eine Hebamme und eine Fotografin - alle mit Herzblut dabei. Der "Alte Reitstall" war für die Landesgartenschau 2009 als Café mit Minigolfanlage saniert worden. Seit 2019 stand das Objekt leer. Von der Stadt Reichenbach wurde es zur Nutzung als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte zur Verfügung gestellt.

Was macht Ihr?

Wir organisieren vier bis fünf Veranstaltungen im Monat. Es gibt wiederkehrende Termine, wie den Frauen- und Männerstammtisch. Eine Altersbeschränkung haben wir nicht. Auch betreuen wir die gegenüberliegende Minigolfanlage, veranstalten Flohmärkte, Bastelnachmittage, Konzerte und vieles mehr. Obwohl keiner von uns einen Hund hat, gibt es jedes Jahr den "Tag des Hundes". Da viele Leute mit ihren Hunden hier spazieren gehen, haben wir das Format ins Leben gerufen. Seit diesem Jahr vernetzen wir uns mit den ansässigen Jugendeinrichtungen, um auch ein Angebot in diesem Spektrum bieten zu können. Beim jährlichen Clean-up-Day versuchen wir, beim gemeinschaftlichen Müllsammeln zu sensibilisieren und aufzuklären. Alle Veranstaltungen werden durch uns ehrenamtlich in unserer Freizeit geplant und organisiert.

Was stört Euch in dieser Welt?

Wir sind alle schon ein bisschen rumgekommen. Gefühlt gibt es in unserer Region und in Deutschland immer mehr Unzufriedenheit. Eine Gemeinschaft ist oft nicht möglich, jeder ist für sich. Die Grundstimmung wird negativ und Vorurteile nehmen zu. Oft fehlt der Schulterschluss zum Nebenan.
 

Wie wollt Ihr diese Welt verändern?

Wir wollen wieder mit Menschen zusammenkommen und in Aktion treten. Anfangs war unser Vorhaben für einige nicht nachvollziehbar. Was haben wir davon? Ja, viel Arbeit und weniger Freizeit. Aber es ist schön zu sehen, wenn sich Menschen begegnen und aktiv werden. Klasse wäre, wenn sich örtliche Organisationen oder Vereine mehr vernetzen und gegenseitig unterstützen würden. Gern stellen wir unsere Räume dafür zur Verfügung.

Was war bisher Euer größtes Ding?

Vermutlich war das der 3. Oktober im letzten Jahr mit unserem Graffiti-Workshop für alle. Aber auch der "Tag des Hundes" wurde sehr gut angenommen.

Was habt Ihr als nächstes vor?

Zum "Beat & Play" am 21. Juni soll das Gelände vom Skaterplatz bis zu uns für Kinder und Jugendliche aktiviert werden. Unter anderem gibt es einen Skateboard-Contest, Breakdance, einen Soccer-Court und Minigolf.

 

Der Verein "Alter Reitstall" wurde 2022 in Reichenbach/Vogtland gegründet und hat acht Mitglieder. Er ist auf Facebook und Instagram aktiv und hat eine eigene Internetseite.  

 

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