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Machen statt meckern - so lebt der Kulturhauptstadtgedanke, heute: Kulturmanager Robert Verch nicht allein auf weiter Flur

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Gemeinsam anpacken, loslegen und sehen, dass was geht - das ist der Gedanke der Kulturhauptstadt. "Freie Presse" stellt Menschen vor, die das schon leben. Heute: Robert Verch und der Verein "Auf weiter Flur" in Augustusburg.

Wer seid Ihr?

Ein Verein mit Leuten um die 40, der das Lehngericht in Augustusburg beleben will - ein zentrales Gebäude der Stadt, das lange Zeit leer stand. Wir wollen zudem zeigen, dass Digitalisierung gut zum ländlichen Raum passt.

Was macht Ihr?

Erstens: das Lehngericht beleben. Wir haben dort einen Veranstaltungssaal, ein Kino, Ausstellungsmöglichkeiten, Co-Working-Plätze, Gemeinschaftsgarten und -küche für Workshops zur Kulinarik, Werkstätten für Textil- und Holzarbeiten und auch Raum für 3D-Drucker, Laserschneider und andere Geräte für Elektronik- und Programmier-Workshops. Das nutzen Menschen aus der Nachbarschaft wie auch aus Chemnitz. Das Haus ist offen für alle. 2025 sind wir zudem ein offizieller sogenannter Makerhub der Chemnitzer Kulturhauptstadt, also ein Zentrum für Menschen, die sich treffen und etwas miteinander machen wollen. Zweitens realisieren wir mit der Kommune Augustusburg und einem Beirat Projekte für die Innenstadt, die von Einwohnern oder Institutionen vorgeschlagen werden, wie Kurzzeitläden, eine Mathe-App als Schulprojekt oder einen Graffiti-Workshop für Jugendliche. Drittens bieten wir überregional Workshops an, etwa zu 3D-Scan und 3D-Druck beim Töpfern. Wir nutzen generell Fördergeld von Bund, Land und Kommune. Ich bin ehrenamtlich Vorstandsvorsitzender des Vereins, werde aber als professioneller Kulturmanager für Projektsteuerungen auch bezahlt.

 

Was stört Euch in dieser Welt?

Ich möchte das positiv formulieren: Uns ist eine freudvolle Aufgeschlossenheit wichtig - untereinander, miteinander und gegenüber Zukunftsthemen und Transformationen im digitalen Bereich.

Wie wollt Ihr diese Welt verändern?

Wir fangen lokal an: Wir schaffen Momente, in denen Menschen zusammentreffen.

Was war bisher Euer größtes Ding?

Es ist einfach unglaublich schön zu sehen, wie das Lehngericht langsam zurück ins Leben kommt. Wir möchten, dass noch mehr Leute unsere Angebote in dem Haus nutzen. Da arbeiten wir dran.

Was habt Ihr als nächstes vor?

(lacht) Wo soll ich anfangen? Am besten, man schaut auf unserer Internetseite in den Veranstaltungskalender. Anlässlich des Kindertages zum Beispiel findet am 1. und 2. Juni jeweils von 11 bis 16 Uhr ein Workshop zum Bau einer Maximurmelbahn statt. Kinder und Erwachsene können gemeinsam Murmelbahnen bauen, Systeme für deren Zusammensetzung ertüfteln und murmeln, was das Zeug hält.

 

Der Verein "Auf weiter Flur" wurde 2018 gegründet, hat sieben Mitglieder und ein Netzwerk an Mithelfenden, ist bei Facebook, Instagram und auf der Seite aufweiterflur.org zu finden.

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