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Machen statt meckern - so lebt der Kulturhauptstadtgedanke, heute: Maximilian Teumer und "Procovita" im Gemeinschaftsgarten

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Gemeinsam anpacken, loslegen und sehen, dass was geht - das ist der Gedanke der Kulturhauptstadt. "Freie Presse" stellt Menschen vor, die das schon leben. Heute: Maximilian Teumer und der Verein "Procovita" in Raschau.

Wer seid Ihr?

Eine bunte Truppe, die zusammen eine gute Zeit verbringen will, darunter Familien mit Kindern, Menschen in ihren Zwanzigern bis hin zu 50- bis 60-Jährigen. Wir kommen aus dem Erzgebirge, vor allem aus der Region Annaberg, Aue und Schwarzenberg.

Was macht Ihr?

Vieles, zum Beispiel gärtnern in einem Gemeinschaftsgarten in Raschau nach dem Gedanken der Permakultur. Dabei geht es um geschlossene, nachhaltige Kreisläufe. Wir versuchen aber, den Gedanken der Permakultur auch auf viele andere unserer Projekte zu übertragen. Im Grunde geht es immer darum, sich gut um die Erde und Mitmenschen zu kümmern. Wir haben brache Flächen neu bepflanzt und gestaltet oder auch Menschen zu uns eingeladen, etwa in unsere Küche im Gemeinschaftsgarten zum gemeinsamen Kochen oder zum Gartencafé. Da gab es Kaffee und Kuchen und wir haben über Projekte oder aktuelle Themen gesprochen oder gemeinsam gesungen. Wir haben aber auch Kommunalpolitiker interviewt und diese Videos ins Netz gestellt, damit sich Menschen etwa bei bevorstehenden Wahlen informieren können. Und wir haben Flüchtlingen geholfen auf ihrem Weg zur Integration.

Was stört Euch in dieser Welt?

Es wäre schön, wenn es etwas harmonischer zugehen würde und wenn die Leute mehr aufeinander zugehen und Dinge gemeinsam machen. Ich glaube, das würde vielen Menschen helfen.

Wie wollt Ihr diese Welt verändern?

Wir wollen einfach ein paar schöne und gute Sachen anstoßen, zusammen das beste aus den Gegebenheiten machen.

Was war bisher Euer größtes Ding?

Unsere Hilfe für Flüchtlinge 2015. Dafür wurden wir auch ausgezeichnet, unter anderem vom Landkreis Erzgebirge. Wir sind mit den Flüchtlingen, die vor allem aus der arabischen Welt kamen, zu Behörden gegangen, haben geholfen, Wohnungen mit auszustatten, haben Sportangebote unterbreitet. Wir haben viel gelernt, gute Erfahrungen gemacht und sicher auch ein paar Vorurteile vor Ort abbauen können. Viele der Flüchtlinge haben Fuß gefasst, sind mittlerweile auch in anderen Städten mit einer Ausbildung, einem Studium oder einer Arbeitsstelle sesshaft geworden. Wir haben zu manchen immer noch Kontakt.

Was habt Ihr als nächstes vor?

Das ist offen, wir sind gerade in der Findungsphase und überlegen, welche Themen wir in Zukunft anpacken wollen, um mit unserer Energie effizient umzugehen und trotzdem einen Mehrwert für die Region zu schaffen.

 

Der Verein "Procovita" wurde 2013 gegründet, hat rund 30 Mitglieder, ist auf Instagram aktiv und hat eine eigene Internetseite.

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