Macht, Fortschritt und Nation: Neue Ausstellung im Militärhistorischen Museum startet

Dresden.

Die 150-jährige Wiederkehr der Kaiserreichsgründung 1870/71 hat das Militärhistorische Museum (MHM) in Dresden zum Anlass für eine große Sonderausstellung genommen. Unter dem Titel "Krieg Macht Nation - Wie das deutsche Kaiserreich entstand" wird der Zeitraum von 1848 bis zur Gründung des ersten deutsche Nationalstaates 1871 in den Blick genommen. Die Ausstellung mit rund 500 Exponaten ist von Donnerstag an bis zum 31. Januar zu sehen. Zu den Ausstellungsstücken gehören Kanonen, Uniformen und Schlachtengemälde und der spektakuläre Nachbau eines Schlachten-Panoramas, das 1883 in Dresden für Furore gesorgt hatte.

Drei Kriege, drei Siege, eine Nation? Forciert durch Bismarcks Machtpolitik und die Kriege gegen Dänemark, Österreich und Frankreich wurde infolge der Novemberverträge mit Baden, Hessen-Darmstadt mit seinen Gebieten südlich der Mainlinie, Württemberg und Bayern am 1. Januar 1871 der erste deutsche Nationalstaat gegründet. Als Reichsgründungstag wurde später der 18. Januar 1871 gefeiert, an dem der preußische König Wilhelm I. in Versailles zum Deutschen Kaiser proklamiert worden war.

Es war eine Epoche ungeheurer Dynamik. Fabriken, Eisenbahnen, Telegrafen, die Massenpresse und das Streben nach gesellschaftlicher Teilhabe veränderten nicht nur den Alltag der Menschen. Sie veränderten auch die politischen Handlungsspielräume und die Art und Weise, wie Kriege geführt wurden. Begleitet wird die Ausstellung später von mehreren Abendveranstaltungen zum Thema.

Das MHM ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, Mittwochs bleibt das Museum geschlossen. Der Eintritt kostet 5,00 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt. Im Kombiticket für 7 Euro ist der Eintritt in die Dauerausstellung inbegriffen. Die Familienkarte kostet 10 Euro. Täglich ab 17 Uhr und Montags ab 15 Uhr ist der Eintritt frei.

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