Marcel Beyer erfreut über positive Entwicklung in Dresden

Dresden (dpa/sn) - Der Schriftsteller Marcel Beyer hat in den vergangenen Monaten eine positive Entwicklung in Dresden beobachtet. In der Stadt sei es wieder ruhiger geworden, sagte Beyer dem Sender MDR Kultur am Montag. Die Jahre zuvor beschrieb der 53-Jährige, der seit 1996 in der sächsischen Landeshauptstadt lebt, als sehr aufgekratzt. «Dresden war immer eine sehr freundliche und höfliche Stadt - und wurde plötzlich zu einer unfreundlichen Stadt.» Es habe aber auch Menschen gegeben, die in einer solchen Stadt nicht leben wollten. Diese hätten sich dann zusammengefunden.

Beyer fügt hinzu, dass immer mehr jüngere Menschen blieben. «Diese Nachwendekinder sagen: Wir gehen nicht gen Westen. Wir müssen hier etwas anfangen. Hier, wo wir herkommen, wollen wir Strukturen entwickeln, die Lebensqualität bedeuten. So etwas finde ich toll.»

Marcel Beyer stammt aus Baden-Württemberg. 2016 wurde ihm der Georg-Büchner-Preis verliehen, der als höchste literarische Auszeichnung im deutschen Sprachraum gilt. Zu seinen bekanntesten Werken zählt der in Dresden spielende Roman «Kaltenburg». Am 19. Januar bekommt Beyer den Lessing-Preis des Freistaates Sachsen verliehen.

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