Museumsbund: Sachsens Museen auf Wiederöffnung vorbereitet

Fast sieben Wochen währt die Corona-bedingte Zwangspause schon für die Museen in Sachsen. Nach dem Wochenende hoffen alle, dass sie am 4. Mai erlöst sind - und bereiten sich vor.

Dresden (dpa/sn) - Nach wochenlanger Schließung hoffen die Museen in Sachsen auf die am Wochenende avisierte Öffnung ab 4. Mai. In allen Häusern werden oder wurden Hygienekonzepte entwickelt, um Besuche unter Einhaltung der in der Corona-Pandemie geltenden Regeln des «Social Distancing» zu ermöglichen, sagte der Chef des Sächsischen Museumsbundes, Joachim Breuninger, am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.

Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte am vergangenen Samstag in Aussicht gestellt, dass auch Museen neben Bibliotheken, Zoos und botanischen Gärten ab 4. Mai wieder öffnen dürfen sollen. Das Kabinett wird in dieser Woche dazu beraten.

«Wir alle sehnen uns nach etwas mehr Normalität und Abwechslung», sagte Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU). Sie sprach von der nächsten Stufe einer schrittweisen Rückkehr. Dabei werde mit Bedacht vorgegangen und das aktuelle Infektionsgeschehen beobachtet. «Gerade Familien mit Kindern freuen sich über einen Besuch im Zoo, im Museum und über neue Bücher aus ihrer Bibliothek.» In diesen Einrichtungen könnten der Zutritt und die hygienischen Gegebenheiten vor Ort gut gesteuert werden.

Laut Breuninger sind die Museen je nach Art ihrer Finanzierung mehr oder weniger stark von Einnahmeausfällen betroffen. «Viel problematischer ist aus unserer Sicht die Entwicklung in den nächsten Monaten.» Der Museumsbund erwartet vor allem für Häuser mit hohem Touristenanteil aus dem In- und Ausland eine weitere Verschlechterung. «Der internationale Tourismus dürfte dieses Jahr komplett ausfallen.» Über das Jahr seien Einnahmeausfälle von insgesamt 50 Prozent und mehr zu befürchten.

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