Duftig

Klassik-Crossover

Schon 2016 bewies die französische Pianistin Hélène Grimaud Experimentierfreude, als sie auf ihrem Album "Water" mit dem indobritischen Musiker Nitin Sawhney kooperierte, der Übergänge zwischen ihren Interpretationen von Liszt bis Berio schuf. Auf dem jetzt nur online erschienenen Kurzalbum "Memory Echo" (Deutsche Grammophon) gehen sie noch weiter: Drei von Grimaud brillant eingespielte Klavierperlen, Debussys Clair de Lune, Saties Gnossienne Nr.1 und Rachmaninows Vocalise, remixt Sawhney mit duftig-dezenten Hintergründen, die die Wirkung der Stücke potenzieren wie die Bläschen im Sekt die des ursprünglichen Weines. Sawhneys minimalistische Eigenwerke dazwischen haben noch ganz eigenen Reiz, gerade weil sie eigenständig bleiben und nichts zu imitieren suchen.

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