Nach Corona-Pause: Puppenspiel eröffnet Sommertheater

Vorhang auf nach dreimonatiger Zwangspause: Das Bautzener Theater lädt ab 3. Juni zu Puppentheater, Schauspiel und Liederabenden unter freiem Himmel ein. Auch das Theater Görlitz-Zittau plant eine Rückkehr auf die Bühne.

Bautzen (dpa/sn) - Das Bautzener Theater meldet sich nach drei Monaten aus der Corona-Zwangspause auf der Bühne zurück. Mit der Puppentheater-Premiere «Arche Nora» feiert das Haus am Samstag, 6. Juni, seinen Auftakt zum «Sommertheater im Theatergarten». «Wir freuen uns, dass wir bis 2. August wieder für unser Publikum spielen können», sagt Theater-Intendant Lutz Hillmann. «Arche Nora» erzählt für Kinder wie für Erwachsene eine Arche-Noah-Geschichte aus einem Kinderzimmer, das dringend mal wieder aufgeräumt werden muss. 

Der Premiere folgen an den kommenden neun Wochenenden Schauspiel, Lesungen, Liederabende und noch mehr Puppentheater. Mit dabei sind auch Sherlock Holmes und Dr. Watson, die einen Vorgeschmack auf das kommende Jahr geben werden. Die beiden Detektive sollten bereits beim diesjährigen Theatersommer auf der Ortenburg ermitteln. Die Freiluftinszenierung wurde aufgrund der Pandemie abgesagt, die Premiere auf nächstes Jahr verschoben. Die Bautzener Open-Air-Produktion sehen normalerweise über 30 000 Zuschauer. 

Gespielt wird der «kleine» Theatersommer im Garten am Haupthaus in der Seminarstraße. Platz ist für 70 Besucher. Die Gäste werden um vorherige Platzreservierung gebeten. «Für Kurzentschlossene gibt es auch eine Theaterkasse 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn», sagt Theatersprecherin Gabriele Suschke. Bei Regen werden alle Vorstellungen ins Westfoyer oder auf die Vorbühne im großen Haus verlegt. Die reguläre Spielzeit am Deutsch-Sorbischen Volkstheater beginnt voraussichtlich am 7. September.

Eine Rückkehr auf die Bühnen planen auch die Theatermacher des Gerhart Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau. Wie Theatersprecherin Maria Reich sagt, würden dazu gerade die Abstimmungen laufen. Im Gespräch sind Freiluft-Veranstaltungen im Klosterhof in Zittau wie auch Formate in Görlitz. Eine kleine Kostprobe wird es bereits am 6. Juni geben. Die Pianistin Ragna Schirmer spielt Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach - und zwar in vier aufeinanderfolgenden Konzerten im Görlitzer Theater. 

Im dem jeweils gut einstündigen Konzert «30 für 30» widmet die Musikerin jedem Zuhörer eine der Variationen. Ragna Schirmer führt selbst in das Werk ein. Sie sagt: «In schwierigen Zeiten ist die Musik seit jeher wichtiger denn je. Und auch, wenn es momentan nahezu aussichtslos zu sein scheint, Menschen in geschlossenen Räumen mit Musik zu erfreuen, so ist es aber nicht unmöglich.» Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt des Görlitzer Theater- und Musikvereins und dem Theater Görlitz-Zittau. Auch die Häuser in Görlitz und Zittau hatten Mitte März ihren Spielbetrieb wegen der Pandemie eingestellt.

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