Radeburg schreibt nach Zille benannten Karikaturenpreis aus

Radeburg/Berlin (dpa) - Das sächsische Radeburg, Geburtsort von Heinrich Zille (1858-1929), schreibt einen nach dem Berliner Künstler benannten Karikaturenpreis für den deutschsprachigen Raum aus. Er ist mit 1000 Euro dotiert und soll Anfang Januar 2019 erstmals vergeben werden, wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte. Das Thema des Wettbewerbs laute «Die Wahrheit stirbt zuletzt».

Bürgermeisterin Michaela Ritter hofft auf Beiträge, «die unsere aktuelle Gesellschaft kritisch und humorvoll aufs Korn nehmen». Die besten Werke werden von einer Jury ausgewählt und Ende des Jahres bekanntgegeben.

Der Grafiker, Maler und Fotograf Zille kam am 10. Januar 1858 in einem Haus am Markt der Stadt zur Welt. Die Familie zog wenig später nach Dresden, wo der Junge eingeschult wurde. 1988 wechselte sie dann nach Berlin, wo Zille als «Pinselheinrich» berühmt wurde. Seine spöttische Sozialkritik floss auch in Karikaturen, die sein «Milljöh» zeigen - Altberliner Arbeiterviertel und Vergnügungsorte einfacher Leute.

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