Schau zur Fürstenhochzeit 1719 im Zeichen der Liebesgöttin

Dresden (dpa/sn) - «Kaiserschmarrn» ist der Titel einer weiteren Ausstellung zur Fürstenhochzeit 1719, die ab Freitag an historischem Ort in Dresden zu sehen ist. Gemeint ist nicht die Süßspeise aus Österreich, sondern ein Höhepunkt der verschwenderischen Festlichkeiten zur Vermählung des sächsischen Kurprinzen Friedrich August mit einer Kaisertochter vor 300 Jahren.

Im Mittelpunkt der Schau im Palais im Großen Garten steht die Party für die Liebesgöttin Venus, eines von insgesamt sieben Planetenfesten der vierwöchigen Inszenierung. Dabei durften die Damen auch an Reiterspielen teilnehmen - nach Angaben der Kuratoren der Ausstellung vom Dienstag eine Besonderheit.

In dem 1678-1691 als Festgebäude errichteten Palais zeugen Dokumente aus dem Hauptstaatsarchiv sowie zeitgenössische Darstellungen aus dem Dresdner Kupferstichkabinett vom damaligen Aufwand. Dank moderner Rauminstallationen und interaktiver Stationen können die Besucher in den «Festkosmos» eintauchen. Zur Eröffnung der Schau am Freitag gibt der Förderverein Palais Großer Garten dann mit einer «delicaten Lustbarkeit für Jedermann» einen weiteren Einblick in die Szenerie von damals - mit Hochzeitstafel, Tafelmusik, Barocktanz und Grand Defilee zum Venustempel.

Sachsens legendärer Kurfürst August der Starke (1670-1733) hatte jahrelang um die Verbindung der Extraklasse für seinen Sohn gerungen. Nach dessen Hochzeit mit Maria Josepha von Österreich am 20. August 1719 in Wien war den ganzen September opulent in und um die sächsische Residenz gefeiert worden - mit Banketten, Bällen, Jagden, Opernaufführungen und Festen.

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