Schlesisches Museum zeigt Avantgarde aus Breslau

Görlitz (dpa/sn) - Das Schlesische Museum in Görlitz widmet sich in seiner neuen Sonderausstellung «Avantgarde in Breslau 1919–1933» der Stadt Breslau als Treffpunkt der internationalen Moderne. Wie Museumssprecherin Martina Pietsch am Dienstag sagte, zeige die Schau das Experimentierfeld der Kunst- und Kulturschaffenden in Breslau vor 100 Jahren. Zu sehen seien der Aufbruch der jungen Generation im Zeichen des Expressionismus und Einblicke in das künstlerische Schaffen von damals durchaus umstrittene Akademie-Künstlern: Otto Mueller, Oskar und Marg Moll oder Alexander Kanoldt. Die Ausstellung wird am 12. September eröffnet und ist bis Februar 2020 zu sehen.

Die Breslauer Akademie für Kunst und Kunstgewerbe entwickelte sich nach dem Ersten Weltkrieg zu einem Ausgangspunkt der Architekturmoderne. Von den Vertretern des neuen Bauens erzählen bis heute unter anderem Bauten wie das Ledigenheim von Hans Scharoun, das an einen Hochseedampfer erinnert, oder die Jahrhunderthalle von Max Berg. Abgerundet wird die Ausstellung mit Stimmen von Literaten wie Kurt Tucholsky, Ilse Molzahn und Max Hermann-Neiße, die Breslaus Verwandlung von einer biederen Provinzhauptstadt zur aufstrebenden Kulturmetropole kommentierten.

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