Staatsschauspiel Dresden mit großen Plänen

Joachim Klement ist seit 2017 Intendant des Staatsschauspiels Dresden. In seiner ersten Saison hat er das Ensemble geformt - in der zweiten Spielzeit erntete es die Früchte.

Dresden (dpa/sn) - Zehn Uraufführungen, 25 Premieren und Festival - vor dem Dresdner Staatsschauspiel liegt eine weitere ambitionierte Spielzeit. Ein Thema der dritten Saison unter Intendant Joachim Klement ist die Friedliche Revolution vor 30 Jahren. «Mit der Semperoper gibt es vom 3. bis 13. Oktober eine Veranstaltungswoche mit Überraschungen», sagte er am Mitwoch. Dazu werden Autor Christoph Hein und Regisseur Klaus-Dieter Kirst erwartet, der im April 1989 Heins «Ritter der Tafelrunde» auf die Bühne brachte. «Wir haben den Tisch aus der damaligen Inszenierung ausfindig gemacht», sagte Klement. Die legendäre Produktion hatte die Stimmung der Wendezeit vorweggenommen.

Außerdem kommen die Romane «Peter Holtz» von Ingo Schulze und das Debüt «Mit der Faust in die Welt schlagen» von Lukas Rietzschel auf die Bühne. Zudem werden gezeigt Rainald Grebes Adaptionen von «Baron Münchhausen» sowie «Schulmädchen-Report», einer Anspielung auf die gleichnamige Softporno-Serie aus den 1970er Jahren.

Zu den Neuinszenierungen gehören «Woyzeck» von Georg Büchner, Anna Seghers «Transit», Anton Tschechows «Der Kirschgarten», «Lulu» von Frank Wedekind, «Mein Kampf» von George Tabori und «Kinder der Sonne» von Maxim Gorki. Armin Petras inszeniert Bertolt Brechts «Mutter Courage und ihre Kinder» und Schauspieler Christian Friedel «Macbeth» von William Shakespeare.

Im Rückblick auf die zu Ende gehende Saison zog Klement positiv Bilanz. «Wir haben dank vieler Gastspiele über 20 000 Zuschauer mehr», sagte er. Damit wurden die Erwartungen mehr als übertroffen. Insgesamt kamen 208 000 Besucher in die Vorstellungen und auch die Einnahmen lagen um 600 000 Euro über denen der Vorsaison. Das Ensemble gastierte unter anderem beim Berliner Theatertreffen und den Schillertagen Mannheim. In der kommenden Saison geht eine Dostojewski-Inszenierung nach Nowosibirsk.

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