"Ungeeignete Mittel": Warum sich der Streit über eine Kunstaktion im Kreis dreht

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Bekannte Schauspieler wollten die Corona-Polititk der Regierung hinterfragen - und bekamen heftige Gegenreaktionen. Dass sie keine Debatte in der Sache selbst auslösen konnte, ist offensichtlich - doch wem soll man das anlasten?

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1212 Kommentare

Warum wir unsere Kommentarfunktion auf der Homepage deutlich einschränken

  • 4
    10
    lupus
    28.04.2021

    Noch kann ja der Herr Müller die Luft aus der Tüte in die Lunge bringen.
    Schade dass er in der Bauchlage, die ja eintreten kann, nicht so gesprächig sein wird

  • 11
    3
    Hinterfragt
    28.04.2021

    @Klemmi; Richtig.

    Und gerade "Ziegenficker"-Böhmermann muss den Ball ganz flach halten!
    Hat sich doch seinerzeit BKin Merkel ganz persönlich u.a. dafür eingesetzt, dass der § 103 StGB abgeschafft wurde.
    Aber da ging es ja auch gegen Erdogan ...

    https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/paragraf-zu-majestaetsbeleidigung-ist-abgeschafft-346460
    https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6hmermann-Aff%C3%A4re

  • 18
    4
    Klemmi
    28.04.2021

    Die Debatte zeigt, wie ein Virus den gesellschaftlichen Umgang mit Meinungsverschiedenheiten infiziert hat. Ich bedauere, dass einige Mitwirkende, unter Druck des Shitstorms zurückrudern. „Satire darf alles“- zumindest bei Günstlingen wie Böhmermann und Co. Vom Sprachfehler bis zur Sodomie ist alles legitim, jedoch abseits vom öffentlich-rechtlichen Medienrat, darf Satire nicht alles. ICU-Betten sind der neue Maßstab für Moral. Blöd nur, dass dieser moralische Maßstab jahrzehntelang knapp gehalten wurde- hat niemanden interessiert. Bei allem Respekt: Die Entrüstung über diese satirische Aktion hat heuchlerische Züge, genau wie ständige Dokus über ICU-Stationen oder die Gegenaktion von Holzner. Die Missstände in KH sind nicht erst seit Corona prekär, mir scheint, man nutzt die Gunst der Pandemie und läuft Gefahr, die Menschheit in gut und schlecht zu sortieren. Was macht ein intensivpflichtiger Coronaverlauf dramatischer, als ein intensivpflichtiges septisches Zustandsbild?

  • 15
    2
    OlafF
    27.04.2021

    Die selbsternannten "Meinungswächter" haben die Bodenhaftung komplett eingebüßt und merken nicht wie weit sie sich immer mehr entfernen an Höhe gewinnen und in ihrer Blase gefangen bei etwas Gegenwind drohen auseinanderzuplatzen.
    Gute Landung!

  • 9
    15
    Kraniche
    27.04.2021

    @Freigeist14 Das hätte man aber auch ohne Verhöhnung der Opfer auf den Intensivstationen machen können (Röcheln, Beatmungsgerät-Geräusche,...).

  • 3
    7
    lupus
    27.04.2021

    Liebers kam mir im FS-Bericht vor wie der Zauberlehrling der nun schon möchte aber die Geister nicht los wird.

  • 34
    14
    Freigeist14
    27.04.2021

    Unverschämtheit ,den mutigen Künstlern Empathielosigkeit vorzuwerfen . Gerade das Mitgefühl mit den Opfern neben den Fällen auf den Intensivstatiionen hat sie klug bewogen , eine Stimme für sie abzubilden . Einsamkeit , Suizidgedanken , ausbleibende Hilfszahlungen und die sterbende Kultur - in einem Deutschland mit genug Geld für die massive Erhöhung des "Verteidigungshaushaltes" das finden so Einige wahrscheinlich außerhalb ihres Wertekanons . Und erheben sich zur moralischen Instanz .

  • 16
    35
    ChWtr
    26.04.2021

    Die Debatte wurde angestoßen, ohne sich (offenbar) ausreichend informiert zu haben, wer der Produzent des Videoclips ist ("Wunder am Werk").

    Die Erklärungsversuche einiger "Künstler" im Nachhinein einfach nur schäbig & erbärmlich.

    Wir brauchen keine DDR 2.0, ganz richtig - wir brauchen mündige, aber emphatische Bürger und keine billigen Handpuppen, die erst hinterher erkennen, dass "ihre Aussagen" benutzt werden (...)

    Vorher Grips einschalten und Augen auf, mit wem man welche Videclips macht. Loriot beispielsweise hätte sich ganz sicher *vorher* informiert, wenn man schon die Öffentlichkeit sucht.

    Ich halte es jedenfalls mit der Notärztin Carola Holzner und dem Motto #allemalneschichtmachen, wo sie die beteiligten Schauspieler „herzlich einlädt“, mal eine Schicht im Rettungsdienst, in der Notaufnahme oder etwa auf der Intensivstation abzuleisten.

    Kritik und Slapstick hin oder her, was diese Künstler fertig gebracht haben, deckt sich mit dem Slogan: #allenichtganzdicht

  • 15
    34
    gelöschter Nutzer
    26.04.2021

    @tim schrieb: „Sie traten eine Debatte los, ... die sich dabei aber keinesfalls um die inhaltlichen Anstöße drehte, sondern fast ausschließlich um die Art und Weise der Äußerung.“

    Diesmal liegen Sie in meinen Augen falsch. @Kraniche hat schon darauf hingewiesen. Es geht nicht mehr nur um die Form, sondern vor allem um den Inhalt.
    Wenn eine junge Frau die Schnappatmung einer Todgeweihten persifliert, ist das nicht nur formal geschmacklos, sondern auch inhaltlich verletzend. Warum macht sie das?

    Auch Ihr Kollege Dirk Zöllner veröffentlicht regelmäßig eine kritische Kolumne in der Zeitung. Die liest sich im Vergleich zur „Kunstaktion“ der Schauspieler deutlich empathischer. Dabei hat Dirk Zöllner vermutlich viel mehr Grund zur Klage als etwa ein Herr Jan Josef Liefers. Trotzdem setzt er aufs Machen anstatt aufs Klagen.

    Sollte er wieder mal nach Plauen kommen: Ich werde auf der Wiese sitzen!

    J. J. Liefers dagegen kann von mir aus bleiben, wo der Pfeffer wächst.

  • 47
    18
    ths1
    25.04.2021

    Ich bin vor allem von jenen enttäuscht, die ihre Videos inzwischen gelöscht haben.

  • 17
    32
    Kraniche
    25.04.2021

    Ein schönes Beispiel von False Balance:
    Der Artikel bringt zwei Beispiele und impliziert, dass folgendes das gleiche wäre:
    Auf der einen Seite ein Lied, welches sich gegen Faschisten und Nazis ausspricht.
    Auf der anderen Seite ein Kollektiv, welches Corvid19-Erkrankte durch Röchel- und Atemgeräusche verhöhnt und alle welche, die solidarisch und empathisch die Hygienemaßnahmen mitmachen, um Menschen vor so etwas zu bewahren, in die Ecke von regierungsgäubigen Fanatikern stellt (und dabei die unzulässige Behauptung aufstellt, dass wer sich an Hygienemaßnahmen hält, den Regierungskurs unterstützt.)

    Nein, das ist nicht das gleiche.
    Die einen wollen anderen das Recht, in D zu leben, absprechen.
    Die anderen möchten allen Menschen das Leben auch weiterhin ermöglichen.

  • 55
    7
    chemnitzmischa
    25.04.2021

    Satire ist ein geeignetes Mittel, zu provozieren. Im besten Fall freien und fairen Dialog.

    Selbst wenn dies alles durchgängig falsch sein sollte, gibt es doch offenkundig einem breiteren Unbehagen Ausdruck. Viele ganz normale Menschen sind unzufrieden mit der Leistung der Politik, den Medien und den logischen und wissenschaftliche Unstimmigkeiten von "Maßnahmen". Selbst dann, wenn diese allesamt hundertprozentig Unrecht haben sollten, müsste zumindest diskutiert werden, wieso um alles in der Welt so viele Menschen zu (Ironie an:) derart falschen und unsinnigen Schlussfolgerungen (Ironie aus) kommen.

    Darauf mit den üblichen Kampffloskeln (Nähe zu....) und Stereotypen (Nichtachtung vor den Toten.., Leute mit fetten Gagen..) zu reagieren, zeigt, dass die Kommunikation gestört ist und somit einiges am satirisch ausgedrückten Unmut berechtigt sein könnte.

    Distanzierung zu Beifall aus der falschen Ecke ist gut und notwendig, von den Inhalten sollte keiner abrücken.