Ursula Strauss erhält Mario-Adorf-Preis

Die österreichische Schauspielerin ist die Erste: Die Nibelungen-Festspiele in Worms danken ihr mit dem erstmals vergebenen Preis für ihr Mitwirken in der Rolle der Brunhild.

Ursula Strauss als Burgherrin Brunhild mit roter Perücke in «Siegfrieds Erben».

Worms (dpa) - Die österreichische Schauspielerin Ursula Strauss (44, «Käthe Kruse») bekommt für ihre Rolle der Brunhild den mit 10.000 Euro dotierten Mario-Adorf-Preis der Nibelungen-Festspiele in Worms.

Dies sei eine «zusätzliche Auszeichnung an die wunderbare Ursula Strauss, die als erfahrene Filmschauspielerin als eine zerbrechliche Brunhild auf der großen Wormser Bühne überzeugt», sagte Intendant Nico Hofmann nach einer Mitteilung. Der künstlerische Leiter der Festspiele, Thomas Laue, nannte Strauss eine «würdige Preisträgerin des ersten Mario-Adorf-Preises».

Die Auszeichnung ist nach dem Schauspieler Mario Adorf (87, «Die Blechtrommel») benannt, der zu den Initiatoren der Festspiele gehört. Adorf selbst sagte einer Mitteilung zufolge, Strauss sei «immer voller Energie, überbordender Emotionalität und beeindruckender Präsenz auf der großen Bühne vor dem Kaiserdom». Preisträger erhalten außer dem Geld eine gläserne Stele mit Drachen-Motiv. Über die Vergabe der künftig jährlich ausgelobten Auszeichnung entscheidet eine Jury, der unter anderem Adorf angehört.

Strauss sagte: «Ich durfte hier in Worms eine wundervolle Zeit mit wundervollen Menschen verbringen.» Sie sei dankbar, Teil des Nibelungen-Ensembles zu sein. «Ich habe hier viel gelernt, viel gelacht und gut gelebt.» Der Mario-Adorf-Preis mache sie «sehr, sehr stolz. Ich werde diesen Sommer und diese Arbeit nicht vergessen.»

Strauss ist von Kindheit an mit dem Nibelungen-Stoff vertraut. Sie stammt aus der «Nibelungen-Stadt» Pöchlarn in Österreich. Der Ortsname hat Bezug zum Nibelungenlied, in dem ein Markgraf Rüdiger von «Bechelaren» vorkommt - das ist der frühmittelalterliche Name von Pöchlarn. Zudem hat Strauss schon in verschiedenen Produktionen rund um Siegfried, Hagen und Co. mitgewirkt - das erste Mal spielte sie mit zwölf in Pöchlarn die Kriemhild. «Die Nibelungen verfolgen mich», sagte sie vor Kurzem der Deutschen Presse-Agentur in Worms. «Die lassen mich nicht los.»

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