US-Schauspieler Seymour Cassel gestorben

Seymour Cassel hat sich vor allem mit Independent-Filmen einen Namen gemacht. In Oldenburg ist sogar ein Filmpreis nach ihm benannt. Jetzt ist der Schauspieler mit 84 Jahren gestorben.

Los Angeles (dpa) - Der US-amerikanische Schauspieler Seymour Cassel, der häufig mit den Regisseuren John Cassavetes und Wes Anderson arbeitete, ist tot.

Cassel sei am Sonntag in Los Angeles an der Alzheimerkrankheit gestorben, teilte sein Sohn Matt dem US-Branchenblatt «Hollywood Reporter» mit. Der Charakterdarsteller wurde 84 Jahre alt.

Cassavetes holte den Schauspieler unter anderem für sein Regiedebüt «Schatten» (1959), das Drama «Gesichter» (1968) und die Beziehungskomödie «Minnie und Moskowitz» (1971) vor die Kamera. Seine Nebenrolle in «Gesichter» brachte Cassel eine Oscar-Nominierung ein.

Unter der Regie von Wes Anderson wirkte der Schauspieler in «Rushmore» (1998), «Die Royal Tenenbaums» (2001) und «Die Tiefseetaucher» (2004) mit. In dem Drama «Ein unmoralisches Angebot» mit Robert Redford in der Rolle eines Milliardärs spielte Cassel dessen Fahrer und Assistenten.

Cassel, der in zahlreichen Independent-Filmen mitspielte, ist der Namenspate für einen Filmpreis beim Internationalen Filmfest Oldenburg. Seit 2012 wird dort der «Seymour Cassel»-Ehrenpreis an einen Darsteller vergeben.

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