Zukunft der Ostrale in Dresden ungewiss

Dresden (dpa/sn) - Nach der Absage von Chemnitz als möglicher neuer Standort für die Kunstschau Ostrale ist deren Zukunft in Dresden weiter ungewiss. Die Stadt ist zu Gesprächen bereit, auch für eine langfristige Perspektive, wie das Rathaus am Montag auf Anfrage mitteilte. Die Organisatoren der Internationalen Ausstellung zeitgenössischer Künste hatten bisher aber kein derartiges Interesse bekundet.

Ostrale-Chefin Andrea Hilger geht es vor allem darum, die Biennale 2019 zu sichern. «Dazu wollen wir die laufenden Gespräche mit der Stadt weiterführen und untersuchen aktuell auch Liegenschaften im Privateigentum», sagte sie. Die Verwaltung befürwortet nach Angaben eines Rathaussprechers die beantragte Förderung, das abschließende Votum obliege dem Ausschuss für Kultur und Tourismus.

Die maßgeblich aus der Privatwirtschaft und von Künstlern getragene Ostrale ist wegen Unterfinanzierung und Unklarheit über den künftigen Standort seit Jahren unsicher. Seit 2017 findet sie nur als Biennale statt, das bisherige Domizil in einem ehemaligen Schlachthof ist sanierungsbedürftig und nicht weiter nutzbar. Chemnitz wollte das Kunstfestival im Zuge seiner Kandidatur als Kulturhauptstadt 2025 per Zehn-Jahres-Vertrag in die Stadt holen, die Prüfungskommission befand den Aufwand dafür jedoch als zu teuer.

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