Betrug beim Streaming

Verbraucherzentralen warnen vor neuer Masche

Wer im Internet nach kostenlosen Streamingdiensten sucht, kann leicht auf dubiosen Webseiten landen und sich Ärger einhandeln. Im Frühwarnnetzwerk der Verbraucherzentralen sammeln sich derzeit Beschwerden über Anbieter, die Geld für angeblich abgeschlossene Jahresabos verlangen und Druck machen, wenn ihre Opfer nicht zahlen. Ein Marktwächter-Team der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz berichtet von mittlerweile über 200 Plattformen, die sich nur durch die Webseitenadresse (URL) und den Namen im Logo unterscheiden. Oft seien Begriffe wie "flix", "play" oder "stream" Bestandteil des vermeintlichen Anbieternamens.

Die Masche der Betrüger ist immer gleich: Mit der Aussicht auf kostenlose Nutzung werden Interessenten dazu gebracht, sich auf der Webseite zu registrieren. Doch die beworbenen Filme oder Serien sind dort nicht abrufbar. Stattdessen trifft per E-Mail eine Vertragsbestätigung ein. Darin ist die Rede von einem Jahresabo und anfallenden Kosten in Höhe von 360 Euro. Laut den Marktwächtern wurden Betroffene - darunter auch Minderjährige - aggressiv dazu gedrängt, den Betrag umgehend zu begleichen. Dabei seien auch falsche Inkassoschreiben oder sogar Zahlungsaufforderungen mit konkreten Pfändungsterminen verschickt worden.

Manfred Schwarzenberg, Teamleiter beim Marktwächter-Projekt, rät dazu, dem Druck standzuhalten. "Es geht einzig und allein darum, Verbrauchern Geld aus der Tasche zu ziehen." Wer sich unsicher sei, ob die Forderung eines Streamingdienstes berechtigt ist, könne sich bei der örtlichen Verbraucherzentrale beraten lassen. Die Marktwächter führen eine Liste aller auffällig gewordenen Streaming-Webseiten und aktualisieren diese ständig. (rnw)

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