Identitätsplattform Verimi geht an den Start

Nach dem Facebook-Skandal sind viele Internetnutzer um die Sicherheit ihrer Daten besorgt. Mit einer Identitätsplattform wollen deutsche Konzerne sensible Daten besser schützen und Anmeldeprozesse erleichtern.

Berlin (dpa) - Die Identitätsplattform Verimi, hinter der große deutsche Konzerne stehen, startet gut sieben Monate nach der Ankündigung. Zu den Funktionen, die von Beginn an zur Verfügung stehen, gehören die Möglichkeit, sich über Verimi bei verschiedenen Websites anzumelden, sowie das Videoident-Verfahren.

Weitere Services wie die elektronische Signatur, Bezahldienste oder das Hochladen sensibler Dokumente sollen schrittweise dazukommen. Von den Verimi-Partnern haben zunächst die Deutsche Bank und die Bundesdruckerei den Dienst eingebunden. Zu den Firmen hinter Verimi gehören der Versicherungskonzern Allianz, Daimler, der Medienkonzern Springer, die Deutsche Telekom, die Lufthansa sowie der Sicherheits-Spezialist Giesecke+Devrient, die unter anderem stark im Geschäft mit Chips für Bankkarten oder SIM-Modulen in Handys ist.

Zu den Zielen der Verimi-Allianz gehört auch, einen Gegenpol zu den im Datengeschäft starken großen Online-Schwergewichten aus den USA zu schaffen. Neben Verimi wurde im vergangenen Jahr ein zweites Projekt aus Deutschland für ein übergreifendes Registrierungs- und Anmeldeverfahren im Internet angekündigt. In der «Log-in-Allianz» haben sich RTL Deutschland, ProSiebenSat.1 Media sowie die United Internet AG mit den Marken web.de und gmx zusammengetan. Der Dienst soll ebenfalls 2018 starten.

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