Ist es an der Zeit, Whatsapp zu löschen?

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Der populärste Messenger will seine Nutzungsbedingungen ändern - und verliert Millionen Anwender. Die Alternativen und ihre Vor- und Nachteile.

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2020 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    6
    quatschkopf
    05.02.2021

    1. Hat Telegram nie verheimlicht das es ein Cloud basierter Messenger ist. Mit allen dazugehörigen Vor und Nachteilen. Darüber kann sich jeder informieren bevor man installiert.
    2. Jeder große Messenger setzt auf die Verbindung und Synchronisation der Telefonnummer. Möglich dass da verschiedene Verfahren zum Einsatz kommen. Da kenn ich mich nicht aus.
    3. Sehe ich das nicht so eng ob man nun den sichersten Messenger benutzt oder nicht. Erstmal ist es wichtig nicht "nur" einem einzigen zu nutzen.
    Ich fahre nicht nur zweigleisig sondern 4,5,6gleisig. Flexibel bleiben, so kann man schnell reagieren falls ein Dienst abkackt o.ä.
    Wer Telegram nicht nutzt weil es dort auch Idioten gibt sollte sich überlegen ob das Internet überhaupt nutzen kann. Das Medium kann nichts dafür was die Menschen draus machen.

  • 4
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    Fresto
    05.02.2021

    Man kann auch ne Menge bei heise über Telegram nachlesen. Z.B. kann man selber testen, dass Telegram-Nachrichten direkt beim eintippen auf dem Server landen und schon mitgelesen werden, noch bevor man sie überhaupt abschickt. Also selbst wenn ich es mir anders überlege und eine geschriebene Nachricht gar nicht abschicke ist sie schon weg.
    Wer also WA nicht (mehr) mag sollte dann schon zu Signal (benutzt die gleiche Technologie wie WA ist aber Open source) oder zu Threema wechseln. Wer wert auf Sicherhit legt dem sollte das etwas kosten.
    Aber Telegram ist keine Alternative. Es geht ja auch das Gerücht um dass das bald was kosten soll.

  • 1
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    tbaukhage
    05.02.2021

    @cn3boj00: "e2e" beherrschen mittlerweile alle Messenger. Mir geht es um die Frage, wo der Verschlüsselungscode gespeichert ist.
    Um die Nachrichten von einem alten Handy auf einem neuen wieder herzustellen, braucht man ein Backup der alten Nachrichten. Da diese Nachrichten aber verschlüsselt sind, kann man sie auf dem neuen Handy nur dann wieder lesen, wenn man mithilfe des Schlüsselcodes die Verschlüsselung rückgängig macht. Dazu braucht man aber eben diesen Schlüsselcode.
    Entweder man hat ihn händisch vom alten Handy abgeschrieben und gibt diesen händisch am neunen Handy ein - oder der Schlüsselcode wird zusammen mit dem Backup gespeichert, kommt so wieder aufs neue Handy und ohne mein Zutun wird entschlüsselt.
    Der zweite Fall führt die Verschlüsselung ad absurdum, da ja jeder, der Zugriff auf das Backup hat, also zB. der Betreiber des Servers, dann auch Zugriff auf den Schlüssel hat.
    Ja, es gibt den einen oder anderen Nutzer, der eine private Cloud betreibt - der wäre fein raus.

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    2
    cn3boj00
    05.02.2021

    @saxon1965: ich habe kein Problem damit, wenn Leute zu Threema wechseln. Die allermeisten tun das aber nicht. Sie wechseln leider, ohne zu wissen was sie tun (glaube ich jedenfalls). Was mich stört ist, dass die FP nicht erklärt wo das Problem genau bei WA ist, und noch weniger erklärt wo das Problem bei Telegram ist, das jetzt gestürmt wird. Meist noch von Leuten, die WA jetzt nicht mehr gut finden aber einen Account bei FB haben, wie lachhaft ist das denn.
    Was Sie mit den Sexisten meinen weiß ich nicht, ich nutze WA ganz normal und hatte noch nie ein Problem. Ich weiß auch nicht was sie sonst für Probleme mit WA haben oder Sie beschäftigt, ich habe noch nie eine ungewollte Nachricht bekommen. Als ich kurzzeitig Telegram als zweiten Messenger installiert hatte kamen jeden Tag 3 Nachrichten, wer aus meiner Kontaktliste inzwischen Telegram beigetreten ist, d.h. meine gesamte Kontaktliste liegt inzwischen auf russischen oder arabischen Computern.

  • 2
    1
    Leseathlet
    05.02.2021

    @ cn3boj00:
    Das ist bspw. bei WA dramatisch. Mit den Nutzungsbedingungen bestätigt und akzeptiert man, dass die auf dem Gerät gespeicherten Kontaktdaten von WA für andere Zwecke verwendet werden dürfen!

    Bei Signal werden nicht einmal die Telefonnummern direkt übertragen, sondern über Hashwerte abgeglichen, mit wem aus dem Adressbuch man darüber kommunizieren kann.

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    Fresto
    05.02.2021

    @tbaukhage schön Sie gehören dann nicht zu den tausenden, die bei WA gar nicht wisssen worin das Problem besteht und zu einem anderen Messenger wechseln, bei dem alles noch viel schlimmer ist. Leider klärt die FP hier ünerhaupt nicht auf! Sie sagt weder, warum man von Whats App weggehen sollte und was an den neuen AFGB so schlimm ist, noch erklärt si, dass es bei Telegram teilweise gar keine Verschlüsselung gibt (bei Gruppenchats nicht möglich!), dass alle Chats auf arabischen Servern gespeichert werden, dass Telegram regelmäßig die Kontakte durchsieht (woher wüsste es sonst wenn sich einer deiner Kontakte dort anmeldet), ohne das (im Gegensatz zu WA) in den AGB anzugeben, die sich sowieso eher wie eine Liste von unverbindlichen Versprechungen liest. Auch dass sich Fremde anonym in Gruppenchats reinhängen können was auch der Grund ist, dass es eine Plattform nicht nur für russische Oppositionelle, sondern vor allem für Kriminelle, die Drogenafia und Rechtsextreme ist.

  • 4
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    gelöschter Nutzer
    05.02.2021

    @cn3boj00: "... Telegram zur Plattform für Kriminelle gemacht."
    Na hoffentlich sitzen sie nicht mal in einem s. g. Szenelokal oder gehen durch ein "berüchtigtes" Stadtviertel. So gesehen könnte man auch meinen, dass Whats App die Blattform für Sexisten ist.
    Es kommt doch immer noch darauf an, mit welchen Menschen man sich umgibt, in Kontakt steht und wes Geistes Kind ich selber bin.
    Für mich habe ich entschieden demnächst Whats App zu verlassen. Vorallem weil mich dieser Massenger Dienst mitlerweile mehr beschäftigt als es mir lieb ist und meine Daten in Zukunft nicht mehr auf einem Server in den USA liegen sollen, EU-Richtlinien hin oder her oder trauen sie amerikanischen Geheimdiensten? Dann doch lieber ein Server in der Schweiz und (noch) wesentlich weniger Benachrichtigungen. Man sollte mal darüber nachdenken, ob Weniger nicht manchmal auch Mehr ist.

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    cn3boj00
    05.02.2021

    @tbaukhage: zunächst ging es um Verschlüsselung. Nachrichten liegen unverschlüsselt auf dem Gerät. Deshalb können Sie auch wiederhergestellt werden. In dem Moment aber wenn du sie sendest werden sie verschlüsselt. Wo ist das Problem?
    Zweitens: die Flucht der meisten endet nun einmal bei Telegram und nicht bei Threema. Die dortigen Datenschutzbestimmungen sind sehr unbestimmt formuliert, da schätze ich die klaren Aussagen von WA. Aber vor Telegram warnt niemand.
    Drittens: Zugriff auf Kontakte bzw. Mobilfunknummern sind die Voraussetzung für das Funktionieren eines Messengers. Alle setzten das voraus, so wie die Post voraussetzt, dass der dem du einen Brief schickst einverstanden ist, dass die Post seine Adresse verwendet. Zitat Signal: ".. kann Signal ... feststellen, welche Kontakte aus deinem Adressbuch Signal-Nutzer sind. Hierzu werden .. Informationen der Kontakte auf deinem Gerät kryptografisch gehasht und an den Server übermittelt.." Bei WA klingt das so dramatisch.

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    tbaukhage
    05.02.2021

    @cn3boj00: "Du stellst uns regelmäßig die Telefonnummern von den App-Nutzern und deinen sonstigen Kontakten in deinem Mobiltelefon-Adressbuch zur Verfügung. Du bestätigst, dass du autorisiert bist, uns solche Telefonnummern zur Verfügung zustellen, damit wir unsere Dienste anbieten können.“ ... hier geht's nicht mehr nur um die eigenen, sondern um die Daten anderer Leute. Ich muss bestätigen, dass ich deren Zustimmung zur Weitergabe habe, bevor ich die App überhaupt installieren kann!!! Noch mehr Nutzungsbedingungen von WA gefällig?
    Und nein, ich bin auch nicht bei Telegram. Die Telegram-Autoren Durov sind auch die Autoren von VK.com, der russischen Alternative zu FB; die Telegram-Backups inkl. dem Schlüsselcode liegen auf Servern in Dubai, das BKA liest in über 150 Telegram-Gruppen mit, Weitergabe von privaten IP-Adressen und Standortdaten, es ist lt. Telegram-Aussagen Werbung zu erwarten, ...
    --> https://www.giga.de/artikel/whatsapp-alternativen-11-messenger-ios-android

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    jbi40
    04.02.2021

    @pixelghost
    „Apropos Datenfreigabe: Wer wirklich sicher sein will, dass von ihm keine Daten in die „Welt“ gelangen sollte „den Stromstecker ziehen“. Aber auch nicht wieder einstecken, um den besten Tankstellenpreis rauszufinden.„

    ***

    .. das sind dann die Leute, die die Corona-Warn-App aus Datenschutzgründen nicht benutzen.

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    cn3boj00
    04.02.2021

    Viele Bekannte sind panisch zu telegram gewechselt. Warum weiß aber nicht wirklich jemand, es ist ein Hype.
    "Dass die Abwanderung solche Ausmaße annimmt, dürfte auch mit der Verunsicherung vieler Nutzer zu tun haben, was der Whatsapp-Mutterkonzern Facebook eigentlich genau vorhat. "
    Genau darum geht es. Und genau das kann uns auch die FP nicht sagen! Oder kann es uns @tbaukhage sagen?
    Das Thema Verschlüsselung scheint ja nicht das Problem zu sein. Meine Bekannten sagen: was ich schreibe ist doch nicht geheim...
    WA/FB hat AGB speziell für den EU Raum, um EU-Recht zu genügen. Die Änderungen der AGB betreffen insbesondere die Kommunikation mit Unternehmen, was wohl eher die Ausnahme ist. Ich gebe zu, dass ich zu Zuckerberg deutlich mehr Vertrauen habe als zu einem russischen Oligarchen, der Server in Dubai nutzt. Seine AGB klingen eher wie Glaubensformeln ohne rechtliche Relevanz. Gerade seine Zusagen an die Anonymität haben Telegram zur Plattform für Kriminelle gemacht.

  • 9
    6
    Pixelghost
    04.02.2021

    Ich persönlich brauche bei WA kein Backup. Die Backups für meine Mac und die iPads der Familie werden in einer eigenen Cloud gespeichert, wie auch alle wichtigen Dokumente und Fotos.

    Die Chats in WA werden in relativ regelmäßigen Abständen geleert.

    Apropos Datenfreigabe: Wer wirklich sicher sein will, dass von ihm keine Daten in die „Welt“ gelangen sollte „den Stromstecker ziehen“. Aber auch nicht wieder einstecken, um den besten Tankstellenpreis rauszufinden.

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    quatschkopf
    03.02.2021

    Das ist doch der große Unterschied zwischen Chat und Chat-Backup! Das eine ist 2e2 verschlüsselt das andere nicht.

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    Maresch
    03.02.2021

    @tbauk. WA hat keinen Schlüssel!

    Indem Sie Ihre auf Ihrem Telefon gespeicherten Daten selbst freigeben, wird das Backup erzeugt. Es liegt ja bei Ihnen, ob Sie ein Cloud-Backup über Google oder Apple haben wollen oder nicht.

  • 9
    6
    tbaukhage
    03.02.2021

    @Maresch: Mir sind Verschlüsselungstechnologieen nicht fremd (ich unterrichte u.a. auch Info und administriere unser Netzwerk an der Schule).
    Wenn der Verschlüsselungscode in der Secure-Enklave des (alten) Handyprozessors steckt, bleibt die Frage bleibt, wie es WA schafft, die gesamte bisherige Konversation auf einem jungfräulichen Handy ohne mein Zutun wieder herzustellen.
    Eine Lösung wäre, den Schlüssel händisch vom alten Handy abschreiben und dann händisch beim neuen einzugeben. Die andere Lösung, die anscheinend von WA verwendet wird, kann dann nur sein: Entweder WA sichert den Schlüssel im Backup oder WA kennt den Schlüssel. Die beiden letztgenannten Versionen degradieren die "end2end"- Verschlüsselung von WA zum Witz!
    Denn: Ein Geheimnis, was zwei oder mehr kennen, ist kein Geheimnis mehr!

  • 17
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    Maresch
    03.02.2021

    @tbauk. Das Geheimnis heißt asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren. Dabei kommen bei jeder Nachricht immer wieder jeweils zwei neue Schlüssel zum Einsatz.
    Ihre App erzeugt dabei stets einen privaten und einen öffentlichen Schlüssel. Den öffentlichen Schlüssel erhält das Telefon der Person, die Ihnen eine Nachricht schickt. Mit diesem öffentlichen Schlüssel verschlüsselt die Person, die Ihnen eine Nachricht schreibt eben diese Nachricht. Der öffentliche Schlüssel ist im Grunde das kryptografische Schloss, das ohne den privaten (geheimen) Schlüssel, der sicher nur auf Ihrem Telefon vorhanden ist, nicht geöffnet werden kann. Die Ver- und Entschlüsselung findet nur an den Endpunkten der Übertragung also auf den Telefonen statt und ist damit sicher.

  • 14
    3
    quatschkopf
    03.02.2021

    Ps. Backups von WhatsApp chats auf dem Smartphone oder in der Cloud sind unverschlüsselt und fast jeder nutzt die Funktion. Wo ist der Unterschied zu Telegram Chats in der Cloud? Eben, praktisch nicht vorhanden.

  • 22
    7
    quatschkopf
    03.02.2021

    Die geheimen Chats bei Telegramm sind NICHT "tief" im System versteckt. Wenn man auf dem Button zum erstellen eines neuen Chats drückt ist der "geheime Chat" gleich der zweite Punkt in der Auswahl! Da hat die FP lieber abgeschrieben als zu recherchieren. Diese geheimen Chats sind, anders als bei WA oder Signal, auch nur auf den zwei Geräten nutzbar auf denen die erstellt wurden. Es gibt dafür kein Backup, installiert man TG neu sind sie weg. Telegram ist, außer bei geheimen Chats, ein Messenger der in der Cloud läuft und damit entsprechende Vorteile und Nachteile bietet. Das ist aber kein Geheimnis und wird auch offen kommuniziert.
    Ich nutze Telegram, Signal, Threema. Bei WA bin ich schon vor Jahren ausgestiegen. Ohne große Verluste. Alle Kontakte denen ich wichtig war haben sich einen alternativen Messenger installiert, das ist ja kein Hexenwerk nur eine kleine Umgewöhnung. Ohne solche Umgewöhnungen wird man in Sachen Technik nicht Schritt halten können.
    "fear of missing out"

  • 22
    8
    nnamhelyor
    03.02.2021

    Wo Facebook drauf steht ist auch Facebook drin. Seit wann scheren sich US-Unternehmen um EU-Datenschutz?! Alles wird zentral unter einem Dach in den USA gespeichert, verarbeitet und schlussendlich auch benutzt.

  • 26
    11
    tbaukhage
    03.02.2021

    Mal 'ne Frage an die WA-Nutzer hier im Forum: Wie können die verschlüsselten WA-Nachrichten auf einem neuen Handy wieder vollständig und automatisch hergestellt werden, wenn der Schlüssel doch angeblich dem WA-Anbieter garnicht bekannt ist?
    "end2end"-Verschlüsselung besagt doch gerade, dass der Schlüssel der Verschlüsselung ausschließlich dem Anwender zugängig ist...