Whatsapp-Kettenbrief «Momo»: Lesen, lachen, löschen

Kettenbriefe haben auch in den sozialen Netzwerken Einzug erhalten. Seit einigen Wochen treibt ein Fake-Geist sein Unwesen auf WhatsApp. Wie sollten sich Eltern verhalten, wenn Kinder den Kettenbrief auf ihrem Smartphone empfangen?

Berlin (dpa/tmn) - Ein gruselig wirkendes Foto und absurde Drohungen: Damit geht derzeit eine Kettenbrief-Masche im Messenger Whatsapp auf Nutzerfang.

Wer die Nachricht eines Whatsapp-Kontakts namens «Momo» nicht weiterleitet, dem sollen angeblich schlimme Dinge widerfahren, heißt es - von körperlicher Verstümmelung bis hin zum Tod. Andere verbreitete Gerüchte warnen davor, besagten Kontakt zu speichern oder anzuschreiben.

Tatsächlich ist die Sache aber wohl ein Sommerlochthema, wie das Faktencheckportal «mimikama.at» ermittelt hat. Wer solche Nachrichten zu oder von einer angeblichen «Momo» erhält, sollte sie am besten sofort löschen und nicht weiterleiten.

Zwar gebe es einzelne Berichte über angebliche Kontaktaufnahme durch «Momo», zum Beispiel aus dem spanischsprachigen Raum. Auf Kontaktaufnahmen von «mimikama.at» habe aber keiner der angeblichen «Momo»-Kontakte reagiert. Dass sich das Thema aktuell so verbreitet, liege wohl eher an Trittbrettfahrern. Auch einzelne Youtuber gehen mit teils reißerischen Videos zu dem Thema auf Klickfang.

Das Portal « klicksafe.de» rät grundsätzlich dazu, solche und andere Kettenbriefe via Whatsapp einfach zu löschen. Mit Kindern sollte außerdem kurz der Inhalt besprochen werden - und auch, was eine unbedachte Weiterleitung bei Freunden an Ängsten auslösen könnte.

Die Ängste ihrer Kinder sollte Eltern dabei zwar ernst nehmen, ihnen aber auch erklären, dass nichts Schlimmes passiert, wenn man einen Kettenbrief oder eine Ketten-Whatsapp-Nachricht nicht weiterschickt.

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