Astrovater oder Apparatschik? Warum Sigmund Jähn für Streit in Halle sorgt

Jähn oder nicht Jähn? Das ist die Frage! Nicht hier, aber in Halle. Dort wird ein neues Planetarium gebaut. Das neue Haus wollte man zunächst - wie zuvor das alte - nach dem ersten Deutschen im All benennen. Dann meldeten sich Bedenkenträger zu Wort.

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3232 Kommentare
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  • 1
    8
    acals
    26.02.2021

    "Einig war sich der Stadtrat dabei nicht: Von den anwesenden Mitgliedern stimmten 26 für, 19 gegen die entsprechende Benennung.

    Der Antrag war von den Fraktionen von SPD, Linken und Grünen eingereicht und im Stadtrat teils heftig diskutiert worden."

    Hier geht es nicht um Sigmund Jähn - hier geht es um Chemnitz mit seinem Friedensplatz - der alternativ Helmut-Kohl heissen könnte.

    Das sind demokratische Entscheidungen rechtmäßig gewählter Vertreter - mal ge- und mal mißfällts.

    Sich auf neutrale Namen zu einigen ist dann nicht die schlechteste Lösung.

  • 14
    1
    Steuerzahler
    25.02.2021

    Es haben die gewonnen, denen demokratische Mitbestimmung ein Fremdwort ist und die sich über eine Mitbestimmung durch Petition aufregen. Es haben die gewonnen, die ideologisch verbohrt und einseitig vorprogrammiert entschieden haben. Vernunft, Wissen und Anstand werden von der Politik als Fremdwörter vorgelebt.
    Jähn ist und bleibt ein Held, egal Wasser für Parteibuch in der Tasche hatte.

  • 17
    0
    Malleo
    25.02.2021

    Was immer wir tun und vermögen, steht auf den Schultern unserer Vorfahren.
    Und an die Bedenken der Theologin gerichtet:
    "Unter den Talaren ein Puff seit 1000 Jahren"
    Aufschrei?
    Nein!
    Die "Judensau" an der Stadtkirche zu Wittenberg darf nach Gerichtsurteil bleiben.
    Richtig, denn es ist falsch, die Vergangenheit und Personen mit ihrem Tun gemäß der "moralischen" Maßstäbe unserer Zeit zu beurteilen.
    Insofern ist die Ablehnung einmal mehr ein Beweis für, pardon "geistige Sklerose".

  • 15
    1
    Pedaleur
    25.02.2021

    Die Entscheidung ist tatsächlich gegen Jähn gefallen. Das ist traurig und nicht nachvollziehbar. Es kann sich doch nicht nur hier im Forum ein eindeutiges Meinungsbild herauslesen lassen.

    Man hätte ja noch Planetarium "Laika" diskutieren können. Wäre vielleicht ideologisch unverfänglich. Obwohl, Tierschutzpartei? *Ironie off.

  • 13
    0
    klapa
    25.02.2021

    Frage mich, was den Roten hier so durch den Kopf geht.

    Schließe mich jedem der hier aufgeführten Argumente der Kommentatoren vorbehaltslos an.

    Jeder hier hat einen Grünen verdient.

  • 13
    2
    paral
    25.02.2021

    Das Ding ist heute durch, und die Geschichtsvergessenen haben gewonnen. Weil Sie sich politisch und moralisch hochwertig dünken. Dabei legen sie nur doppelte Maßstäbe an, das ist das Schlimme. Was sind sie heute anderes als systemkonform? Wollen sie, daß dereinst ihre Kinder und Enkel sagen, ihr wart doch auch dabei? Geschichte wiederholt sich, die Konstante ist die Dummheit. Es wäre schon viel gewonnen, andauernd das Leben, die Gewohnheiten und die Sitten unserer Vorfahren einer zeitgeistigen Bewertung zu unterziehen. Das Land am Abgrund, und morgen sind wir einen Schritt weiter!

  • 10
    0
    ralf66
    25.02.2021

    Wenn ich schon Geschichtsverein lese und Aufarbeitung, der Verein sollte erst einmal lernen zu geschichtlichen Themen bei der Aufarbeitung dieser neutral an die Sache heranzugehen dann würde solcher Unsinn hier auch nicht zustande kommen. Wenn Sigmund Jähn noch leben würde wäre es 100% zu dem Zirkus hier nicht gekommen, so geht man mit Menschen um die man bis zu ihrem Tode umschmeichelt hat und sobald sie nicht mehr leben werden sie abgeschrieben sucht man krampfhaft nach Fehlern in ihren Lebenswegen um sie abzukanzeln.
    Dieser Geschichtsverein musste doch wissen, dass in der DDR einiges ohne Parteiabzeichen nicht möglich gewesen wäre, selbst Kontakte zur Stasi sind bei Personen in solchen Positionen wie bei Jähn nichts außergewöhnliches sei denn er hätte anderen Menschen damit geschadet.
    Jähn wäre Teil des Unterdrückungssystems gewesen, dass kennt man, dass sind viele andere Personen in anderen Systemen auch gewesen. Aufarbeitung missglückt, verfehlt, total mit Vorurteilen behaftet.

  • 14
    3
    Freigeist14
    25.02.2021

    Die Ablehnung des Namens Sigmund Jähns mit fadenscheinigen Begründungen ist keine Demokratie sondern einfach Niedertracht und eine Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener . Ein Hans -Dietrich Genscher , der noch 1944 in die NSDAP aufgenommen wurde und noch in der Wehrmacht diente , ist für Halle ein untadeliger Ehrenbürger . Respekt für soviel Geschichtsbewusstsein . In Ländern wie Frankreich oder Italien wäre dieser Antikommunismus undenkbar .

  • 18
    1
    1991
    24.02.2021

    Krönung dieser lächerlichen Diskussion sind die Vorschläge Neil Armstrong oder Judith Resnik Planetarium ...

  • 19
    1
    harmoniummueller
    24.02.2021

    Es braucht hier kein Urteil von selbsternannten "Experten", sondern gesunden Menschenverstand, Lebenserfahrung und Menschenkenntnis, um sich ein Urteil bilden zu können.

    Meine Familie und ich haben Sigmund Jähn mehrfach persönlich erlebt. Er ist trotz aller Auszeichnungen und Ehrungen immer ein bescheidener Mensch geblieben. Er war und ist immer einer von uns und auch in dieser Hinsicht ein Vorbild für künftige Generationen.

    In diesem Sinne hoffe ich, daß der Stadtrat in Halle bei seiner Entscheidung Vernunft walten läßt, diese schändliche Diskussion beendet und mit großer Mehrheit für Sigmund Jähn stimmt.

    Im Übrigen wäre Sigi die Diskussion in seiner Bescheidenheit völlig egal - für Halle ist das was dort abläuft einfach nur peinlich.

  • 23
    1
    Bautzemann
    24.02.2021

    Hätte mir gewünscht zu diesem Artikel 100 Kommentare und mehr! Alle die sich hier geäußert haben, sind mit mehr Grips ausgestattet, als diejenigen, die der Meinung sind, die Weisheit über die DDR, mit Löffeln gefressen zu haben. Ich erinnere an viele verkappte Existenzen des damaligen demokratischen Aufbruchs. Einmal Feind der DDR- immer Feind! Dabei haben sich in den 40 Jahren neben Jähn, auch viele Persönlichkeiten In Kultur, Sport und Wissenschaft über die Grenzen Deutschlands hinaus einen Namen gemacht. Es wird langsam Zeit, den Zeitgenossen und ewig Gestrigen die ständig noch spalterisch unterwegs sind, das Handwerk zu legen. Wir sind ein Deutschland entstanden 1990 mit Beitritt der DDR. Und verdammt noch mal, es sind die gewachsenen Persönlichkeiten auch aus dem Osten entsprechend zu würdigen und zu ehren! Dieser Zirkus hört sonst niemals auf. Vor allem die Staatsmedien durch unseren Beitrag finanziert, sollten hier wirksamer werden.

  • 20
    2
    Jemand
    24.02.2021

    mdr: "Neumann-Becker sorgt sich, dass mit der Fortschreibung eines Geschichtsbildes eines Sigmund Jähn, der in den Weltraum geflogen sei, dessen SED- und NVA-Karriere einfach mal so weglassen würde - 30 Jahre nach der Deutschen Einheit."

    Die Pastorin sollt sich z.B. lieber darüber sorgen, dass mit der Fortschreibung eines Geschichtsbildes eines Martin Luthers, dessen Hass gegen viele Menschengruppen Juden, Frauen, Täufer u.a.),was viel Leid verursacht hat, einfach mal weggelassen wird.

  • 26
    2
    Gebirger
    23.02.2021

    Die Theologin Frau Neumann-Becker soll sich bitte um Probleme der Kirche kümmern. Sexuelle Vergehen an Kindern in der katholischen Kirche gibt es sicher noch genügend aufzuarbeiten.
    Mein Vater wurde mit 17 Jahren an die Front nach Stalingrad befohlen. Gehorsam oder Genickschuss. Noch Fragen? Ist er zeitlebens als Nazi einzustufen? Darf er auf einem öffentlichen Friedhof einen Grabstein haben? Ein persönliches Denkmal? In diesem Staat gibt es doch so einiges zu hinterfragen. Sind alle ehemaligen DDR-Bürger, welche neutral in diesem System gelebt haben, Kommunisten und Verbrecher. Wie viele Ns- Angehörige haben in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Krieg öffentliche Ämter bekleidet? Dem ein- oder anderem Entscheidungsträger scheinen geschichtliche Kenntnisse und auch einige Latten an der Grundstücksbegenzung zu fehlen.

  • 26
    1
    silvio9773
    23.02.2021

    Sowas muss man nun nach mehr als 30 Jahren Wiedervereinigung lesen.Das macht mich traurig und wütend zugleich.Heist es nicht immer Mauer in Köpfen muss weg,es wächst zusammen was zusammen gehört!?So wird das nix !!
    Sicher sollte man sich aus kritisch mit dem Lebenslauf (z.B IM Tätigkeit)auseinandersetzen ,keine Frage.
    Nur habe ich den Eindruck das allgemein die Lebensleistung von uns Ostdeutschen durch solche und ähnliche Aktionen geschmälert werden soll.Nur frage ich mich was das soll und wer da Interesse dran hat.

    Eines bleibt aber : SIGMUND JÄHN WAR UND BLEIBT DER ERSTE DEUTSCHE IM WELTALL UND ER KAM AUS DEM OSTEN.
    Das kann uns keiner nehmen.

  • 25
    2
    Chiemsee
    23.02.2021

    Ich glaube nicht, dass die Landesbeauftragte Frau Neumann-Becker objektiv ist. Sie hatte in der DDR Theologie studiert und war möglicherweise Repressalien ausgesetzt (das betraf aber nicht alle Theologie-Studenten). Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass alles was im Zusammenhang mit der DDR positiv besetzt ist/war vernichtet werden soll. Eine fürchterliche Arroganz gegenüber 16 Mio DDR-Bürgern. Ich habe 22 Jahre meines Lebens in der DDR gelebt und bin stolz darauf. Das lasse ich mir nicht nehmen.Und S. Jähn gehört dazu.

  • 23
    1
    Dickkopf100
    23.02.2021

    " Dann meldeten sich Bedenkenträger zu Wort." Zitat Ende. Diese sogenannte Bedenkenträger sollten sich in Grund und Boden schämen. Hier geht es um einen Menschen, der Großes geleistet hat. Dass er dabei Teil eines Systems war, ist doch für die damaligen Verhältnisse vollkommen normal gewesen. Die DDR war nun mal ein sogenannter "sozialistischer Staat" und da ist es ebenfalls vollkommen normal, dass die keinen, sagen wir mal, katholischen Dachdecker oder evangelischen Pfarrer mit den Russen ins All schießen. Es musste eben ein NVA Pilot sein. Doch stellt das aber die Leistung Sigmund Jähn's nicht in Zweifel. Was soll das? Zumal er nach der Wende im Westen auch für die Weltraumforschung gearbeitet hat. Dafür war er gut genug. Nichts gegen Neil Armstrong, doch warum ihm diese Ehre zu Teil werden lassen, wenn wir selbst einen Top-Mann hatten? Braucht denn jedes Bild einen "politischen Rahmen" wie früher? Nein!
    Man sollte des Menschen Taten ehren, nicht seine politische Vergangenheit...

  • 37
    4
    ChWtr
    23.02.2021

    Bubo - die Vernunft bleibt wie so oft auf der Strecke und das in den unterschiedlichsten Gremien. Man sollte meinen, klarer Sachverstand überwiegt. Fehlanzeige! Es überwiegt nur billiger parteipolitischer Popanz. Es ist furchtbar, so etwas immer und immer wieder an der Tagesordnung sehen zu müssen. Was läuft da schief? Sind wir noch zu retten? Der eine kommt (aus parteipolitischen Gründen) nicht in die Fame of Hall des deutschen Sports, der andere wird möglicherweise in Halle an der Saale "ausgebürgert", weil er NVA General war. Die Liste ist unvollständig. Den sogenannten Saubermännern, die richtig Dreck am Stecken haben (hüben wie drüben), passiert nichts. Man muss nur den "gewissen Einfluss" haben und von richtiger Stelle protegiert werden.

    Auf zu neuen Ufern - und nicht so sehr mit sich selbst beschäftigen (...) - das sollten sich gewisse Entscheider hinterfragen.

  • 28
    9
    Tauchsieder
    23.02.2021

    Wäre es nicht besser, wenn sich die Stadt Halle um ihren (vorzeitig)geimpften Oberbürgermeister kümmer würde !?

  • 32
    3
    jbi40
    23.02.2021

    FP: ZITAT: "Die CDU-Fraktion hatte zunächst noch eine Expertenmeinung zur Rolle Jähns einholen wollen. Damit beauftragte man den örtlichen "Verein für erlebte Geschichte - Zeitgeschichte(n)", der sich mit der Aufarbeitung von Nationalsozialismus, von Stalinismus und Sozialismus befasst."

    +++

    1. Woher haben die Ihren Expertenstatus?
    2. Hat von denen jemand etwas anderes erwartet?

  • 38
    3
    TWe
    23.02.2021

    Ist diese Diskussion tatsächlich ernst gemeint?

    Mehr als 42 Jahre nach dem Raumflug Siegmund Jähns wird doch tatsächlich die Frage diskutiert, ob Siegmund Jähn dem DDR-System treu war. Glaubt den wirklich irgendwer, dass ein Systemkritiker damals soweit gekommen wäre?

    Bewerten kann man das wie man will. Fakt ist, dass Siegmund Jähn der erste Deutsche im All aber auch ein Mann des DDR-Systems war. Warum man deshalb aber ein Planetarium umbenennen muss, erschließt sich mir nicht.

  • 42
    3
    Bautzemann
    23.02.2021

    Eins steht beweisbar fest. Siegmund Jähn war der erste Deutsche im All! Diejenigen die glauben die DDR- Bürger hätten auf Bäumen gelebt, muss man entgegenhalten das die DDR mehr als Stasistaat war. Auch wenn sie es nicht begreifen wollen. IN diesem Staat gab es auch reichlich Persönlichkeiten, die allerdings von den großen Medien nicht einmal erwähnt werden. Sind Täve Schur oder Herbert Köfer Unmenschen? Sie haben ihr Leben gelebt und auch das verdient Anerkennung. Das sollten sich die hinter die Ohren schreiben, die ständig zwischen Ost und West Riesenkeile treiben wollen. Der Westen war in vielen Dingen nicht besser!

  • 35
    2
    chemnitzmischa
    23.02.2021

    Die Herren von der CDU sollten sich mal die Geschichte ihrer Partei zu Gemüte führen. Auch mit der CDU wurde eine "enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit" gepflegt. Und zwar nicht nur von der Stasi, dem Instrument, sondern von der SED, der führenden Partei, die seltsamerweise unter neuem Namen sogar MP stellen kann, ohne dass ein Aufschrei durchs Land geht..

    Das Bild von Persönlichkeiten der DDR stehtimmer im Spannungsfeld der leistungen und Fehlleistungen, des Muts und der kompromisse, der Moral und des Versagens. Sigmund Jähn hat zweifellos höchste leistungen erbracht, sowohl mit seinem raumflug als auch später als Mittler für deutsche Astronauten in Zusammenarbeit mit Russland, denen er Mentalität und

  • 42
    2
    WolkenWolf
    23.02.2021

    Allein schon diese absurde Diskussion spaltet unser Land und zeigt leider, dass schon wieder eine ideologische Verblendung beginnt.

    Unterlasst die Bilderstürmerei!

    Wenn ihr den Namen "Sigmund Jähn" ablehnt, könnt ihr fast alle Wissenschaftler der DDR auf die "schwarze Liste" setzen. Das ist nicht fair!

  • 45
    3
    Hirtensang
    23.02.2021

    Kommt der Angriff von "Rechts". Eigentlich kann man nur solche abstrusen Forderungen erheben, wenn man die Geschichte der letzten 80 Jahre nicht kennt oder ein Hasser der Menschen ist, die in der DDR persönliche Leistungen erzielt haben. Es gab in Hitlers Generalstäben Wehrmachtsoffiziere, die die Lage an den Fronten gut kannten, auch die Blockade von Leningrad, bei der der Hungertod Tausender Kinder und älterer Menschen billigend in Kauf genommen wurde, oder Kommandeure die noch bis zum April 1945 als Chefs von Panzergrenadieren Hitler die Treue gehalten haben und trotzdem Inspekteure der Bundeswehr wurden oder Kommandostellen der NATO besetzten.

  • 63
    5
    BuboBubo
    23.02.2021

    Sofort Lutherstadt Wittenberg in Wittenberg zurückbenennen!
    Der Titel „Lutherstadt“ wurde 1938, während der Nazizeit, verliehen. Luther war einer der Urväter des Antisemitismus. CDU voran, er war einer der Euren! Wenn schon, denn schon!

    Oder mal wieder durchatmen, zur Vernunft kommen…

  • 81
    4
    KarlChemnitz
    23.02.2021

    Werte Stadträte von Halle an der Saale: Ihr habt es in der Hand, entweder einen klitzekleinen Beitrag zur weiteren Vollendung der Deutschen Einheit zu leisten oder eben eine weitere Kerbe in den ohnehin schon großen Spalt zwischen Ost und West zu schlagen. Wie traurig ist das, einem ehrenwerten und großen Sohn unseres Landes den Respekt zu verweigern, nur weil er auf der falschen Seite großgeworden ist. Ich hatte die große Hoffnung, wir wären schon einen Schritt weiter.

  • 46
    6
    Schwimmerin
    23.02.2021

    ... was sagt denn der gerichtsbekannte OB zur ganzen Angelegenheit?

  • 68
    6
    lupus
    23.02.2021

    "Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur,"
    Schöne Stelle für eine Theologin! Sicher wird sie mit den richtigen Leuten reden und vielleicht auch gut dafür bezahlt werden.

  • 105
    6
    Freigeist14
    23.02.2021

    Eine unwürdige Diskussion in Halle und eine Verletzung der Ehre Sigmund Jähns . Seine Gefährten nach der Einheit , Ulf Merbel oder Alexander Gerst schämen sich für diese Verhalten und das üble Nachtreten , 1 Jahr nach Ableben Sigmund Jähns . Dies "Prüfer " in Halle zeigen nur , daß es für DDR - Biographien und Teilnahme am Sozialismus keine Gnade geben darf und es wird weiter Unfrieden gesät .

  • 109
    7
    Ha24Lu01
    23.02.2021

    Schlimmer gehts nimmer. Es ist schon bezeichnend, wie die Aufarbeitung der DDR erfolgt. Ich bin jedes mal schockiert, wenn die DDR als Unrechtsstaat bezeichnet wird. Das man darüber diskutiert, ob der Name Sigmund Jähn bleiben soll oder nicht
    ist nicht nachvollziehbar. Offensichtlich haben die Stadträte nichts anderes zu tun. Es gibt für Wichtigeres in Coronazeiten.

  • 114
    3
    Hinterfragt
    23.02.2021

    Die Begründungen für die Ablehnung sind einfach ABARTIG!
    Sigmund war und bleibt der ERSTE DEUTSCHE im All und basta!

    Wenn das so gemacht werden sollte, dann aber auch konsequent, dann Abschaffung aller Namensbeziehungen mit entsprechenden Zeiten z.B. Stauffenberg, Helmut Schmidt usw ...

    https://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Schenk_Graf_von_Stauffenberg
    https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt#Ausbildung_und_Wehrdienst

  • 108
    5
    Ageigenm
    23.02.2021

    Wie viele meiner Generation müssten „konsequenterweise“ ihre Väter, Großväter ...ja, ihren Namen verleugnen, haben doch viele, sehr viele unserer väterlichen Vorfahren im Dienste eines faschistischen Regimes gekämpft, gearbeitet, gelebt....
    Ich meine, Geschichte muss immer auch aus ihrer Zeit beurteilt werden. Damit will ich nicht verbrecherischen Untaten das Wort reden, aber aus unserem heutigen, komfortablen Wohlfühlstatus an Wissen und Erkenntnis überlegen das Handeln, Denken und Empfinden früherer Generationen arrogant zu verurteilen, ist oberflächlich und gar dumm. Ein Beispiel? Katholische Kirche und Kreuzzüge...