Die fetten Jahre sind vorbei

Warum es Schwalben und Hausrotschwänze in Deutschland immer schwerer haben

Mehr als 76.000 Freiwillige haben bundesweit nachgeguckt und insgesamt 1,6 Millionen Vögel gemeldet. Der Spatz bleibt Deutschlands häufigster Gartenvogel. Der Haussperling kann ein Plus von sieben Prozent verbuchen und liegt mit seinem bisher besten Ergebnis von durchschnittlich 5,34 Exemplaren pro Garten unangefochten an der Spitze der häufigsten Gartenvögel.

Bei der Zählaktion "Stunde der Gartenvögel" erfassten Teilnehmer im Schnitt 32 Exemplare pro Garten, teilte der Naturschutzbund (Nabu) am Dienstag mit. Auf den zweiten Platz kam die Amsel, obwohl die Zahlen - vermutlich auch wegen des tödlichen Usutu-Virus' - rückläufig sind. Dritthäufigster Vogel ist die Kohlmeise.

Rückläufige Werte melden die Naturschützer für Vögel, die sich nur von Insekten ernähren. Offensichtlich macht sich bei den Gartenvögeln der Insektenschwund bemerkbar. Während sich insgesamt bei den Gartenvögeln Zu- und Abnahmen die Waage halten, gibt es bei den reinen Insektenfressern in den Gärten keine Gewinner: Von den neun häufigsten Insektenfresser-Arten nehmen sechs deutlich ab, nur drei können ihre Bestände halten. Besonders deutlich sind die anhaltenden Rückgänge seit Beginn der Zählung im Jahr 2005 bei Mauersegler mit minus sieben Prozent pro Jahr, Mehlschwalbe mit minus fünf Prozent pro Jahr und Hausrotschwanz mit einem Minus von vier Prozent pro Jahr. Auch Mönchsgrasmücke und Zaunkönig nehmen deutlich ab.

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1Kommentare
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  • 3
    2
    cn3boj00
    06.06.2019

    Warum es Schwalben und Hausrotschwänze in Deutschland immer schwerer haben - da denkt man, es gibt hier eine Betrachtung dazu, welche die Frage vielleicht beantwortet. Aber nein. Gerade mal ein "offensichtlich macht sich der Insektenschwund bemerkbar", statt dem Thema endlich mal auf den Grund zu gehen und die Verantwortlichen dafür beim Namen zu nennen. So weit geht Ursachensuche in der FP dann doch nicht.



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