Die New York Times veröffentlichte einen Bericht über das Haus der Weimarer Republik. (Archivfoto)
Die New York Times veröffentlichte einen Bericht über das Haus der Weimarer Republik. (Archivfoto) Bild: Martin Schutt/dpa
Kultur
"New York Times" macht Haus der Weimarer Republik bekannt

Die "New York Times" rückt ein kleines Weimarer Museum ins Rampenlicht. Was das Haus der Weimarer Republik über fragile Demokratien lehrt.

Weimar.

Die renommierte "New York Times" hat dem Haus der Weimarer Republik einen Artikel gewidmet. Der Autor schreibt dem kleinen Museum in Weimar im Text vom Beginn dieser Woche eine große Aufgabe zu: Es soll die vollständige Geschichte der Weimarer Zeit erzählen und daran erinnern, dass ihre Lehren weiterhin relevant sind — nicht nur in Deutschland, wo die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD) an Einfluss gewinnt, sondern auch in einer wachsenden Zahl plötzlich fragiler Demokratien. 

"Wir haben nie Probleme, Fördermittel zu bekommen", sagte Michael Dreyer, Professor für Politikwissenschaft und Präsident des Vereins Weimarer Republik. "Sobald die AfD in den Nachrichten auftaucht, rufen Politiker an und wollen wissen, ob wir gerade wieder zu Weimar werden." 

Weimar könne genutzt werden, "um die Gefahren für die Demokratie zu benennen", so Dreyer. Auch in den Vereinigten Staaten sei Weimar zu einem politischen Bezugspunkt geworden, hieß es in dem Bericht weiter.

Das Haus der Weimarer Republik eröffnete 2019 als Museum. Es ist ein Erinnerungsort an die erste deutsche Demokratie. Das Museum thematisiert die Weimarer Republik, die Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung und die Entstehung der Demokratie in Deutschland. 

Das Gebäude war um die Jahrhundertwende ein beliebter Treffpunkt für Künstler wie Richard Strauss, Engelbert Humperdinck, Max Liebermann und Edward Munch. Während der Tagung der Nationalversammlung von 1919 waren hier Soldaten zum Schutz der Abgeordneten untergebracht. (dpa)

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