Sollte besser ausgewürfelt werden, wer politische Entscheidungen trifft?
Sollte besser ausgewürfelt werden, wer politische Entscheidungen trifft? Bild: Christian Horz/Imagebroker/Imago
Kultur
Online-Debatte am Donnerstag: Würfeln statt wählen?

Freie Presse auf Google News folgen

Die „Freie Presse“ diskutiert auf Facebook mit Lesern über neue Formen der demokratischen Beteiligung.

Chemnitz.

Es klingt erst einmal seltsam: Sollte man manche Entscheidungen für eine Kommune nicht dem gewählten Stadt- oder Gemeindeparlament überlassen – sondern einem Bürgerrat, der zufällig ausgelost wird? Unser Gastautor Boris Kaiser hatte das im jüngsten WE-Magazin der „Freien Presse“ vorgeschlagen.

Seine Begründung: Gewählte Politiker sind in vielfältigen Netzwerken und Zwängen gefangen, die ihre Entscheidungen häufig nicht im Sinn der Bürger beeinflussen. Es geht ihnen oft um demonstrative Parteistrategien, diplomatische Kompromisse und Karrierepläne. Ein Bürgerrat wäre in derlei nicht verstrickt.

Wäre das noch demokratisch? Oder gerade? Mag sein, dass die Idee erst mal archaisch anmutet. Nur: Dass unser parlamentarisches System mit seinen Parteien an vielen Stellen Vertrauen in seine Funktionalität verspielt hat, liegt auf der Hand. Wie wäre es also mit ein paar neuen Ideen, um dieses zurückzugewinnen? Etwa, indem man Bürger besser am Gemeinwesen beteiligt? Daran zum Beispiel, wofür der Heimatort das Steuergeld seiner Bewohner ausgibt? Deswegen wollen wir mit Boris Kaiser seine Thesen diskutieren – und mit Ihnen. Kommen Sie in den Livechat: Hat die Demokratie eine Chance?

Der Livestream Am Donnerstag um 17 Uhr können Sie unser Gespräch über Bürgerbeteiligung in unserem Facebook-Livestream unter freiepresse.de/fp-debatte verfolgen und sich per Chat einmischen!

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