Jüdische Kultur erscheint oft als Dekoration oder Erinnerung - dabei beginnt Sichtbarkeit dort, wo Begegnung, Neugier und gelebtes Leben stattfinden.
Jüdische Kultur erscheint oft als Dekoration oder Erinnerung - dabei beginnt Sichtbarkeit dort, wo Begegnung, Neugier und gelebtes Leben stattfinden. Bild: Collage: Canva, Imago, Hendrik Schmidt/dpa
Kultur
Warum das Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen „Tacheles“ mutiger sein muss

Sachsen widmet dem jüdischen Leben 2026 ein Themenjahr. Das ist richtig und notwendig. Und doch bleibt bei mir Skepsis. „Tacheles“ sollte mehr sein als ein gut gemeintes Programm für ein ohnehin interessiertes Publikum.

Ein Blick auf die bislang bekannten Ansätze zeigt vor allem Vertrautes: Podiumsdiskussionen, Konzerte und Führungen. Sie sind sinnvoll, erreichen aber meist dieselben Menschen wie sonst auch – kulturinteressiert, informiert, bereits sensibilisiert. Es ist die bekannte Blase. Ein Themenjahr sollte jedoch breiter wirken.
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