Kultur
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Was ist böse, was gut? Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame" in Chemnitz wirft existenzielle Fragen auf. Dabei waten die Künstler zweieinhalb Stunden tief im Schlamm - und moralischem Morast.
Das Stück beginnt nett, überdreht, aufgeregt mit einem Empfangskomitee der Güllener am Bahnhof. Eine winzige Gartenbahn schießt über die Bühne. Fast niedlich beharren die Güllener auf ihrem "Einer für alle, alle für einen"-Rhythmus, um immer fordernder, immer abgründiger kollektiven Verrat zu üben. Die pure Konzentration im Stück...
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