Linke wollen Geld für Museum beantragen

"Alte Dorfschule" in Wiederau soll davon profitieren

Wiederau.

Das Museum "Alte Dorfschule" in Wiederau sowie die angrenzende marode Stützmauer sollen saniert werden. Laut Bauamtsleiter Rico Anker sind dafür rund 237.000 Euro veranschlagt. Die Gemeinde hat eine Förderung über das Leader-Programm beantragt. 70 Prozent würden bei einem positiven Bescheid an Zuschuss fließen. Über das Programm "Erhalt nationaler unbeweglicher Kulturgüter" der Bundesregierung könnte die Förderquote sogar beachtlich steigen. Die Partei Die Linke ist bemüht, Zuschüsse aus diesem Programm zu erhalten.

Dazu hat sich Linke-Gemeinderätin Helga Steinert mit Michael Leutert, Bundestagsabgeordneter der Linken, in Verbindung gesetzt. Dieser bestätigte auf Anfrage der "Freien Presse", dass er im April die Förderung für die Sanierung vorschlagen werde. Dazu habe die Gemeinde ein Konzept erstellt. Es folge zunächst eine Prüfung aller Anträge, die von Bundestagsabgeordneten eingebracht werden können, im Haushaltausschuss. Dieser erstelle eine Prioritätenliste. Erst dann falle eine Entscheidung, welche Projekte gefördert werden. "Ich bin optimistisch, dass das Museum in Wiederau dabei sein wird", so Leutert.

Christoph Ulrich

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Bürgermeister Johannes Voigt (CDU) bezeichnete das Haus als ortsbildprägend. Es werde vielfältig genutzt. "Dieses Gebäude gilt nicht nur als das Geburtshaus Clara Zetkins, sondern war gleichzeitig die Dorfschule des Ortsteils. Dieser Teil der Geschichte kann immer noch in einem alten Klassenzimmer nachempfunden werden", so Voigt. Weiterhin befinden sich im Gebäude die Räume des Heimatvereins, der neben wechselnden Ausstellungen die Dauerausstellung zu Clara Zetkin betreut. Auch das Trauzimmer der Gemeinde ist in diesem Haus und wird nicht nur für Hochzeiten genutzt. Es finden Lesungen und Vorträge darin statt. Zu guter Letzt hat die Bücherei des Ortes im Gebäude ihren Platz.

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