Lohnen sich Briefe mit Spendenaufruf?

In welchem Verhältnis stehen Aufwand (Materialkosten, Personalkosten, Porto) und Nutzen (eventuelle Spende) bei Briefen, in denen gemeinnützige Organisationen um Spenden werben? Außerdem: Wie erkennt man deren Seriosität? (Diese Fragen hat Roland Seifert aus Flöha gestellt.)

Schon Henry Ford wusste nach eigenem Bekunden, dass er die Hälfte seines für Werbung aufgewandten Geldes zum Fenster rauswirft. Er wusste nur nicht, welche Hälfte. So ist das auch bei Spenden-Mailings, wie das neudeutsch heißt. Onkel Max hat mal einen Online-Kalkulator in Gang gesetzt, der den Preis für eine solche Massendrucksache berechnet. Bestellt man sie etwa in 20.000 Stück Auflage, kostet das rein vom Druck je Stück ab etwa 11 Cent brutto plus 30 bis 45 Cent Porto. Spendet von rund 180 Angeschriebenen - und in der Regel haben die Absender "gute" Adressen in ihrer Datenbank - auch nur einer 100 Euro, sind die Kosten schon wieder drin.

Was die Seriosität von Spendenorganisationen angeht, so gilt hierzulande das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) als verlässliche Prüfinstanz. Zu den Trägern gehören unter anderen das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Berliner Senat und der Deutsche Städtetag. (tk)www.dzi.de

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