Müllfrevel am Friedhof in Oberbobritzsch

Wenn bei der Grabpflege Restmüll anfällt, kann er in dafür aufgestellten Tonnen entsorgt werden. Doch in jüngster Zeit werden diese Behälter von Müllsündern missbraucht. Die Kosten tragen alle.

Oberbobritzsch.

Wer Müll verursacht, ist in der Regel auch für dessen sachgemäße Beseitigung verantwortlich. Dafür gibt es Wertstoffhöfe sowie den eigenen Hausmüll. Einige Zeitgenossen scheinen diese Verantwortung jedoch großzügig auszulegen. Diese bittere Erfahrung macht seit einer Weile auch die Friedhofsverwaltung von Oberbobritzsch.

Neben dem Seiteneingang zum Gottesacker stehen diverse Tonnen, in die Restmüll oder Kunststoff eingeworfen werden kann, der bei der Grabpflege anfällt. Auch ein größerer Container ist aufgestellt, der für Bioabfall wie verwelkte Blumen oder ausgetauschte Erde genutzt wird.

Immer wieder, so berichtet Hans-Martin Träger vom Kirchenvorstand, werfen aber auch Leute ihre alten Pflanzen aus dem heimischen Garten dort hinein. Das ist noch nicht alles. "Vor einigen Wochen habe ich sogar eine alte Kaffeemaschine aus dem Restmüll geholt", erzählt Träger. "Ich habe die dann zum Elektroschrott gebracht."

Die neueste Fremdentsorgung verärgert ihn besonders. "Drei Plastebeutel voller kaputter Fliesen wurden einfach eingeworfen", schimpft Hans-Martin Träger und fügt an: "Die stammen nun wirklich nicht vom Friedhof oder der Kirche."

Der Friedhof sei kein öffentlicher Müllabladeplatz, meint auch Katrin Voigtländer, Angestellte der Kirchenverwaltung. Das, was einige Müllsünder anrichten, sei unfair gegenüber den Nutzern und Trägern des Friedhofs, betont sie. "Denn alles, was in Container und Tonnen landet, muss von uns entsorgt werden, und das schlägt sich schließlich in der Kalkulation der Gebühren nieder." Diese würden dadurch steigen - unnötig.

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