Margot Käßmann: "Altern ist nichts Schreckliches"

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium

Unsere Empfehlung

  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 19,49 €/Monat)
  • Monatlich kündbar
  • Inklusive E-Paper

Standard


  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 7,99 €/Monat)
  • Monatlich kündbar

Sie sind bereits registriert? 

1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
    1
    diklu
    05.01.2019

    Obgleich von der Warte eines Atheisten, Einzelgängers und AORAs (armutsgefährdeter ostdeutscher Rentenanwärter) aus gesehen, stimme ich den Ausführungen von Frau Käßmann zur Frage des Rentnerdaseins voll und ganz zu - die religiösen Bezüge logischerweise ausgenommen. Rente bedeutet keineswegs Ruhestand im wörtlichen Sinne, sondern vielmehr Befreiung, Selbststeuerung statt Fremdgesteuertsein und mithin ungeahnte Entfaltungsmöglichkeiten der Persönlichkeit.

    In zahlreichen Reportagen, Spielfilmen und Interviews allerdings wird der Übergang vom Erwerbsleben in den Rentnerstatus als psychische Belastung für die Betroffenen dargestellt, welche es zu meistern gelte. Dieser Tenor haftete beispielsweise jenem Freie-Presse-Beitrag vom Sommer 2018 an, in dem es um den ehemaligen Chemnitzer Polizeipräsidenten, Herrn Reißmann, ging. Vielleicht sind Menschen wie Frau Käßmann und meine Wenigkeit in dieser Hinsicht tatsächlich Ausnahmeerscheinungen - wer weiß. Apropos Ausnahme. Als solche soll heutzutage offenbar auch der Rentenbeginn einer weiblichen Person im Alter von 60 Jahren verstanden werden. Doch jahrzehntelang war genau dies die Normalität und hätte es auch weiterhin bleiben sollen, finde ich.

    Zumindest in Bezug auf meine Person stellt gerade die Berufstätigkeit die zentrale Quelle psychischer Destabilisierung dar. Nichts wird daher sehnlichster angestrebt als selbige hinter sich lassen zu können - bei guter Gesundheit, versteht sich. Ein umfangreiches Statement zu dieser Problematik und angrenzenden Themen werde ich nächsten Monat im Zusammenhang mit meinem 60. Geburtstag auf meiner Facebook-Seite publizieren. Vorab sei schon mal der nachfolgende Satz daraus zitiert. Alle Frauen aus meinem Bekanntenkreis dürfen sich nämlich bereits jetzt herzlichst eingeladen fühlen, gemeinsam mit mir - den Frühling meines Lebens begrüßend - zu tanzen, ggf. sogar in aller Öffentlichkeit auf der Straße, sofern es mir gelingen sollte, meinen Rentenbeginn 2024 gesund zu erreichen. Und an dieser Stelle erlaube ich mir hinzuzufügen, dass ich gern auch Frau Käßmann in den genannten Kreis einschließen würde, obwohl ich ihr bislang noch nie persönlich begegnet bin.

    Dietmar Kluge, Taura