"Ich wusste schon mit 15 Jahren, dass ich Maurer werden wollte und habe mir dann später ein eigenes Haus gebaut", meinte ein Leser und wollte damit seinem Vorschlag etwas mehr Nachdruck verleihen, dass meine Kollegen doch einmal recherchieren sollen, warum heute im Gegensatz zu früher und vor allem seiner Zeit in den Schulen so wenig dafür getan wird, dass die jungen Leute möglichst früh sich für einen künftigen Beruf entscheiden können und dabei auch um die traditionellen Handwerksberufe keinen Bogen machen. "Haben Sie eine Idee, wie genau das im Unterricht funktionieren könnte", fragte ich den Mann und erhielt zur Antwort: "Das nicht, aber es würde vermutlich schon reichen, wenn die Schüler mehr mit den Händen werken würden, statt immer auf den Computer zu vertrauen. Sich bei mir gemeldet hatte er, weil ihn der Artikel "Zum Ausbildungsstart noch viele Lehrstellen in Sachsen unbesetzt" zum Nachdenken angeregt habe. Warum ich davon erzählt habe? Weil heute Montag ist. Was das damit zu tun hat? Das ist, gebe ich gern zu, zu Wochenbeginn eine Frage der Motivation und auch der Qualität, denn ...

... den Lesern geht es vermutlich wie mir, dass sie nach einem erholsamen und entspannten Wochenende angesichts der vor ihnen liegen Arbeitsaufgaben eine Weile brauchen, um sich zu besinnen, was sie sie wirklich bewegt und worüber sie sich schon lange nicht mehr so fürchterlich geärgert haben, so dass ich heute als zweites nur noch von einem Gespräch mit einem Anrufer berichten kann, der die Überbevölkerung auf der Erde zum hautsächlichen Verursacher des Klimawandels ausgemacht hatte und mir deshalb unter anderem dies sagte, was man dagegen machen kann: "Die Katholische Kirche sollte ihre Haltung zur Geburtenregelung und Verhütung überdenken, um der fortschreitenden Überbevölkerung endlich Einhalt zu gebieten." Gesagt habe: "Vielen Dank." Gedacht habe ich: Amen.

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