Wenn ich diese Resonanz für möglich gehalten hätte, wäre mir vielleicht vor etwa drei Wochen die Idee gekommen, aus den Wünschen, die ich Lesern in den Vorweihnachtszeit gern mal erfülle, auch wenn es manchmal auf eine eher ungewöhnliche Art und Weise geschieht, einen Adventskalender zu machen und jeden Tag ein Türchen zu öffnen, indem ich hier davon berichte, was ich für die Leute getan habe, die sich wegen eine Anliegens an mich gewandt hatten. Also bleibt mir jetzt nur die weitere Berichterstattung darüber, weil ich nichts unter den Tischen fallen beziehungsweise unter den Teppich kehren möchte.

Episode 1: "Darf ich Ihnen mal meine Meinung zu Weihnachten mitteilen, nachdem ich gerade den Bericht 'Wo ist Weihnachten?' in Ihrer Zeitung gelesen habe?", fragte mich ein Leser und formulierte seinen Unmut folgendermaßen: "Weihnachten ist nicht das Fest der Bergparaden, der Räucherkerzen, des Glühwein oder ähnlichen Schnickschnacks (...) Weihnachten ist das Fest der Erinnerung an Christi Geburt." Warum ich diesen Leser überhaupt zu Wort kommen lasse? Weil mir seine abschließende Formulierung gefallen hat: "Alles andere hat diese Erinnerung auf dem Schafott des Kommerzes aus dem Fokus gedrängt und ihm einen ihm nicht zustehenden Rang eingeräumt."

Episode 2: Zu den Gründen, warum ich manche Meinungen nicht als Leserbrief veröffentlichen darf, gehört der, dass sie keine als Tatsachen hingestellte Fakten enthalten dürfen, deren Wahrheitsgehalt ich nicht ohne weiteres überprüfen kann. Manchmal tut es mir leid, dass es so ist, weil ich gut nachvollziehen kann, was die Leser damit zum Ausdruck bringen wollen. So wie bei diesem Hinweis, den ich hier gern wiedergeben möchte ausdrücklich mit dem Verweis darauf, dass ich nicht weiß, ob der Verfasser damit Recht hat. In seiner Meinung ging es um den Artikel "Zeitumstellung endet frühestens 2021": "Zur Abschaffung der Sommerzeit müssen im Quellkode der Cäsiumatomuhr der Physikalisch-technischen Bundesanstalt in Braunschweig lediglich zwei Programmzeilen gelöscht werden; eine für die Zeitumstellung im Frühjahr und eine für die im Herbst. Dies erfordert für einen Informatiker eine Arbeitszeit von etwa einer Minute, und schon gehört die Sommerzeit der EU-Geschichte an."

Episode 3: Bei diesem Wunsch, den ich nur teilweise erfüllen kann, musste ich dem Leser leider mitteilen, dass ich das Foto, das er mir als Beweis geschickt hatte, auch in meinem Blog nicht veröffentlichen kann, weil es nun mal den Ansprüchen an die Qualität einer Aufnahme nicht entspricht. Die Botschaft aber, die der Mann damit zum Ausdruck bringen möchte, kann ich zumindest inhaltlich hier wiedergeben. Er möchte sie als Warnung verstanden wissen: Achtung, der Zeitung können mitunter Prospekte von Werbekunden beiliegen, die aus Papier hergestellt wurden und deshalb mitunter so scharfe Kanten haben, dass die Gefahr nicht auszuschließen ist, dass man sich beim nicht sachgerechten Anfassen leicht die Haut aufritzt und Blut fließen kann. Noch der Hinweis: Wer das Foto trotzdem sehen möchte (Fingerkuppe und Blut), muss schon mal in meinem Büro vorbeikommen.

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